Dauerhafte Temperaturen über 30 Grad, Tropennächte, die einem den Schlaf rauben. Es sind die Tage, an denen man sich nur eines wünscht: ab ins Wasser! Dorthin, wo sich in diesen Tagen die unterschiedlichsten Typen aufeinandertreffen.

Mindestens zweimal die Woche schwimmt Michael Häcker im Sommer morgens um 6 Uhr seine Bahnen im Donauwörther Freibad.

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Mindestens zweimal die Woche schwimmt Michael Häcker im Sommer morgens um 6 Uhr seine Bahnen im Donauwörther Freibad.
Foto: Sonja Dürr

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Mindestens zweimal die Woche schwimmt Michael Häcker im Sommer morgens um 6 Uhr seine Bahnen im Donauwörther Freibad.
Foto: Sonja Dürr

Michael Häcker aus Donauwörth: „Das ist genau meine Zeit. Morgens um sechs Uhr, wenn das Donauwörther Freibad für die Frühschwimmer öffnet, bin ich einer der Ersten. Ich mag diese Ruhe hier sehr. Und zu dieser Zeit kann man im Schwimmerbecken noch genussvoll seine Bahnen ziehen, später wäre das hier viel zu voll. Meistens schwimme ich 1000 Meter, mal Kraul, mal Brust, an anderen Tagen sind es auch mal 1500. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man schon morgens vor der Arbeit Sport gemacht hat. Jetzt fahre ich noch schnell nach Hause – und dann geht es für mich ins Büro.“

Eva Fließer aus Augsburg packt alles Wichtige in ihren Freibad-Bollerwagen. Ihre Tochter Pia schnappt sich gerne ein Croissant oder wünscht sich Pommes vom Kiosk.

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Eva Fließer aus Augsburg packt alles Wichtige in ihren Freibad-Bollerwagen. Ihre Tochter Pia schnappt sich gerne ein Croissant oder wünscht sich Pommes vom Kiosk.
Foto: Veronika Lintner

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Eva Fließer aus Augsburg packt alles Wichtige in ihren Freibad-Bollerwagen. Ihre Tochter Pia schnappt sich gerne ein Croissant oder wünscht sich Pommes vom Kiosk.
Foto: Veronika Lintner

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Die Auf-alles-Vorbereitete

Eva Fließer und Tochter Pia aus Augsburg: „Na, Pia, was brauchen wir denn alles für einen Tag im Freibad? Auf jeden Fall mehrere Sets von Badeklamotten. Schwimmflügel natürlich und Essen und Trinken. Pia, was schmeckt dir am besten im Schwimmbad? (Pia blickt von ihrer Picknickdecke auf, lächelt und sagt: „Croissant!“) Aber Pommes vom Kiosk gehen natürlich auch immer, hier im Plärrer-Familienbad. Der Rest passt in unseren Bollerwagen, der ist im Prinzip ein ganzer Kinderwagen mit Stauraum. Damit transportiert sich alles viel leichter, als wenn ich mir eine Tasche über die Schulter werfen müsste. Mehr braucht es nicht, und am Ende des Tages werden wir alle schön müde sein.“

Marisa Berchtold hat in den Pfingstferien das Seepferdchen gemacht. Und jetzt wird fleißig mit Mama Vanessa geübt.

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Marisa Berchtold hat in den Pfingstferien das Seepferdchen gemacht. Und jetzt wird fleißig mit Mama Vanessa geübt.
Foto: Sonja Dürr

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Marisa Berchtold hat in den Pfingstferien das Seepferdchen gemacht. Und jetzt wird fleißig mit Mama Vanessa geübt.
Foto: Sonja Dürr

Vanessa Berchtold mit Tochter Marisa, 5, aus Holzheim: „Wir sind gerade regelmäßig beim Schwimmen. In den Pfingstferien hat meine Tochter Marisa ihren ersten Schwimmkurs gemacht. Das waren neun Stunden am Stück. Und am letzten Tag hat sie tatsächlich das Seepferdchen geschafft. Als Mutter hatte ich schon ein bisschen Respekt vor dieser Zeit, aber jetzt bin ich richtig stolz auf sie. Zumal sie mich letztes Jahr im Herbst im Wasser noch gar nicht losgelassen hat. Jetzt genießen wir die Zeit im Freibad, üben weiter die Schwimmbewegungen und versuchen, dass Marisa immer weitere Strecken schafft.“

Yurii Kazello aus der Ukraine liest gerne romantische Literatur, wenn er sich auf die Wiese im Augsburger Plärrerbad legt.

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Yurii Kazello aus der Ukraine liest gerne romantische Literatur, wenn er sich auf die Wiese im Augsburger Plärrerbad legt.
Foto: Veronika Lintner

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Yurii Kazello aus der Ukraine liest gerne romantische Literatur, wenn er sich auf die Wiese im Augsburger Plärrerbad legt.
Foto: Veronika Lintner

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Der Leser auf der Liegewiese

Yurii Kazello aus Kiew: „Ich komme aus Kiew in der Ukraine. Ich habe drei Jahre lang den Krieg miterlebt und bin drei Jahre lang nicht mehr in Ruhe geschwommen. Dass ich hier auf der Wiese im Freibad in Ruhe lesen kann, das ist so, so schön. Welches Buch ich da in der Hand habe? Es ist von Emil Cioran, das ist ein düsterer, rumänischer Autor, er schrieb so ein bisschen wie Schopenhauer. Er denkt viel über das Leben und den Tod nach, es ist eine sehr romantische Lektüre. Ich bin eben ein Philosoph.“

Volker May aus Augsburg will sich im Freibad bräunen: „Ach, mir macht die Sonne nix!“

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Volker May aus Augsburg will sich im Freibad bräunen: „Ach, mir macht die Sonne nix!“
Foto: Veronika Lintner

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Volker May aus Augsburg will sich im Freibad bräunen: „Ach, mir macht die Sonne nix!“
Foto: Veronika Lintner

Volker May aus Augsburg: „Ja, das haben Sie richtig erkannt, ich bin ein Sonnenbader! Mir macht die Sonne nichts und eingecremt bin ich sowieso. Schauen Sie, wie fröhlich die Sonne die Leute macht, das sieht man ihnen an. Außerdem ist hier alles Wichtige vorhanden: das Becken, die kalten Duschen, der Kiosk. Und dann sitze ich hier, bräune mich und schau mich um, wie das Leben so brummt.“

Armin Seefried (links) und Heinz Schober haben ihren Stammplatz am Kiosk im Donauwörther Freibad.

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Armin Seefried (links) und Heinz Schober haben ihren Stammplatz am Kiosk im Donauwörther Freibad.
Foto: Sonja Dürr

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Armin Seefried (links) und Heinz Schober haben ihren Stammplatz am Kiosk im Donauwörther Freibad.
Foto: Sonja Dürr

Armin Seefried und Heinz Schober aus Donauwörth: „Der Tisch ganz links vor dem Kiosk, das ist unser Stammplatz. Hier sitzen wir am liebsten mit einem Kaffee oder einem kühlen Getränk und genießen die Ruhe. Denn das ist schon etwas Besonderes hier in Donauwörth: dieser wunderschöne Blick von hier oben über das Freibad und natürlich auch über die ganze Stadt. Eigentlich sind wir ein ganzer Freibad-Freundeskreis von insgesamt 16 Leuten. In unserer WhatsApp-Gruppe schickt meistens der Erste, der da ist, ein Bild mit einer Tasse Kaffee und dem Blick über die Liegewiese.“

Milena Mayr hat das Abi in der Tasche und verbringt ihre Freizeit jetzt am liebsten am Sprungturm.

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Milena Mayr hat das Abi in der Tasche und verbringt ihre Freizeit jetzt am liebsten am Sprungturm.
Foto: Sonja Dürr

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Milena Mayr hat das Abi in der Tasche und verbringt ihre Freizeit jetzt am liebsten am Sprungturm.
Foto: Sonja Dürr

Milena Mayr aus Donauwörth: „Im Freibad bin ich am liebsten an den Sprungtürmen, weil ich gerne verschiedene Figuren probiere und Action mag. Vom Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett schlage ich ein einhändiges Rad ins Wasser. Manchmal mache ich auch einen Handstand oder einen Salto, den kann ich vorwärts oder rückwärts. Und hier in Donauwörth ist’s halt super, weil es auch einen Sieben- und Zehn-Meter-Turm gibt. Wenn die nachher geöffnet sind, spring‘ ich auch vom Zehner – aber dann nur mit einer Kerze. Das Schöne ist: Im Moment habe ich auch richtig viel Zeit fürs Freibad, weil die Abi-Prüfungen geschafft sind.“

Robert und sein Sohn Timon testen die Rutsche im Augsburger Plärrerbad.

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Robert und sein Sohn Timon testen die Rutsche im Augsburger Plärrerbad.
Foto: Veronika Lintner

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Robert und sein Sohn Timon testen die Rutsche im Augsburger Plärrerbad.
Foto: Veronika Lintner

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Die Wasserrutschen-Könige

Robert und sein Sohn Timon aus Augsburg: „Die große, runde Rutsche sind wir jetzt schon das zweite Mal heruntergerutscht. Die Warteschlange am Turm ist lang, aber wenn Timon am Ende so strahlt, dann lohnt sich das doch! Was Spannung und Action betrifft, ist die linke der beiden Rutschen im Plärrerbad so eine Vier von zehn. Aber für Timon garantiert eine glatte Zehn …“

Bastian Onasch (ganz links) trainiert im Plärrerbad sein Team vom Schwimmerbund Delphin 03.

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Bastian Onasch (ganz links) trainiert im Plärrerbad sein Team vom Schwimmerbund Delphin 03.
Foto: Veronika Lintner

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Bastian Onasch (ganz links) trainiert im Plärrerbad sein Team vom Schwimmerbund Delphin 03.
Foto: Veronika Lintner

Bastian Onasch aus Augsburg: „Wir sind die, die immer im Bad sind – und auch länger als alle anderen. Jeden Tag trainieren wir hier mit unserem Verein, dem Schwimmerbund Delphin 03. Unsere Zeiten sind von 18 bis 20.30 Uhr, manche trainieren hier gerade für die Deutschen Meisterschaften der Masters. Im Mai kann das Wasser schon noch zapfig sein. Aber jetzt, wenn es so heiß ist, erfrischt es nur! Durchs Wasser zu gleiten, das ist ein einmaliges Gefühl. Ich kann es kaum mit Worten beschreiben, aber plötzlich fühlt man sich so frei im Kopf. Die Anfrage bei unserem Verein ist stark, für Kinder-Schwimmkurse haben wir eine Warteliste. Ich bin schon seit 20 Jahren Mitglied im Verein und gebe als Trainer sehr gerne weiter, was ich weiß und kann.“

Anna Richter (links) und Elena Mundt treffen sich gerne um 18 Uhr am Beckenrand. Ab dann gilt der Abendtarif im Augsburger Plärrerbad.

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Anna Richter (links) und Elena Mundt treffen sich gerne um 18 Uhr am Beckenrand. Ab dann gilt der Abendtarif im Augsburger Plärrerbad.
Foto: Veronika Lintner

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Anna Richter (links) und Elena Mundt treffen sich gerne um 18 Uhr am Beckenrand. Ab dann gilt der Abendtarif im Augsburger Plärrerbad.
Foto: Veronika Lintner

Anna Richter und Elena Mundt aus Augsburg: „Wir gehen sehr gerne abends schwimmen. Natürlich ist es nach 18 Uhr etwas günstiger, das Ticket kostet weniger. Tagsüber hat aber auch jeder so seine Erledigungen oder seinen Beruf, und vormittags brennt schon die Hitze. Da genießen wir lieber die Abendsonne. Jeder von uns schwimmt seine Bahnen und Strecken: Die eine schwimmt abends noch einen ganzen Kilometer, die andere ein, zweimal die 50-Meter-Bahn. Wir möchten der Stadt Augsburg gerne Danke sagen: Dass es dieses Freibad gibt, und auch die vielen anderen, das ist so wunderbar!“