Mit der Hitze zog auf einmal der Sturm auf: Der Sonntag, 28. Juni, hat für die Feuerwehren in Mettmann, Erkrath und Wülfrath einiges an Arbeit hinterlassen. Zahlreiche Bäume in den drei Städten sind umgestürzt, zum Teil sind viele Wege blockiert.
Nicht nur die Feuerwehren berichten über viele Einsätze – in den sozialen Medien berichten auch viele Bürger über blockierte Wanderwege durch umgestürzte oder abgeknickte Bäume in den Städten. Die Feuerwehren bitten darum, Wälder aktuell möglichst zu meiden. Was in den einzelnen Städten passiert ist, gibt es hier im Überblick:
Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst in Mettmann gab es einen arbeitsintensiven Tag. Die hohen Temperaturen am Samstag (27. Juni) sorgten dafür, dass der Rettungsdienst über viele Stunden im Dauereinsatz wegen zahlreicher hitzebedingter Notfälle bis an die Belastungsgrenze gefordert war, berichtet die Feuerwehr: „Kreislaufprobleme, Erschöpfungszustände und weitere medizinische Notfälle machten schnelle Hilfe erforderlich.“
Der Sturm, der gegen 3 Uhr in der Früh am Sonntag über den Kreis Mettmann fegte, hinterließ in Mettmann umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und weitere wetterbedingte Gefahrenstellen. „Parallel dazu wurden mehrere Brandmeldeanlagen nahezu zeitgleich ausgelöst, sodass unsere Einsatzkräfte an mehreren Einsatzstellen gleichzeitig gefordert waren“, so die Wehr. Insgesamt sei die Feuerwehr in 24 Stunden zu über 30 Einsätzen ausgerückt. Dabei waren in der Sturmnacht 14 Fahrzeuge mit 40 Einsatzkräften im Einsatz.
Da aber auch noch weiterhin Äste abfallen oder Bäume umknicken könnten, bittet die Feuerwehr alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht. „Rechnen Sie jederzeit mit Hindernissen auf der Straße“, so die Feuerwehr.
Auch die Feuerwehr Erkrath ist bereits seit 3 Uhr am Sonntag wegen der Folgen des Sturms im Einsatz gewesen. So musste sie mehrere Pkw von umgestürzten Bäumen befreien sowie Straßen und Gehwege freiräumen. „Bei einem weiteren Einsatz kippte ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus am Rathelbecker Weg“, teilt die Feuerwehr mit.
Besonders betroffen vom Sturm ist zudem Alt-Erkrath, insbesondere im Bereich des Gehöftes Liethen und der dorthin führenden Metzkausener Straße. „Dort waren mehrere große Bäume umgestürzt und blockierten die Zuwegung. Am Wohngebäude hatte sich ein Fenster mitsamt Rahmen durch den Wind gelöst und drohte herabzustürzen“, berichten die Erkrather Brandbekämpfer.
„Aufgrund der Vielzahl der Sturmschäden, auch in den städtischen Parks, bitten wir die Bevölkerung aktuell darum, die Wälder, Friedhöfe und Parkanlagen nicht zu betreten. Es besteht weiterhin die Gefahr abgebrochener Äste und umstürzender Bäume“, betont die Feuerwehr, die auch im Laufe des Tages noch an einigen Einsatzstellen zu tun hatte.
Einen Dauereinsatz erlebten auch die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wülfrath Sonntagnacht. Der Sturm habe „eine Spur der Verwüstung“ hinterlassen, so Florian Gerstacker, stellvertretender Feuerwehrchef. Die Einsatzkräfte mussten zu rund einem Dutzend umgestürzter Bäume ausrücken. Zum Einsatz kamen dabei Kettensägen, um die Straßen wieder freizubekommen. „Besonders schwer traf es den Ahornweg. Dort begrub ein massiver Baum zwei geparkte Pkw unter sich. Glücklicherweise gab es bei allen Einsätzen keine Verletzten“, so Gerstacker. Unterstützung erhielt die Feuerwehr durch den Radlader des städtischen Bauhofes, um schwere Baumteile zu bewegen.
Auch in Wülfrath hatten die hohen Temperaturen am Samstag bereits dazu geführt, dass zwei Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden.