Critical Pride Demo in Stuttgart: „Ohne uns kein Wir“: Mehr Schutz und Sichtbarkeit für queere Menschen gefordert Am Sonntag fand in Stuttgart die „Critical Pride“ statt. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

In Stuttgart haben am Sonntag zahlreiche Menschen bei der Critical Pride für mehr Schutz und Sichtbarkeit von queeren Menschen demonstriert. Eindrücke gibt es in unserer Bildergalerie.

Am Sonntag ist in Stuttgart die „Critical Pride“ durch die Innenstadt gezogen. Zu der Demonstration hatten verschiedene Initiativen aus der queeren Community aufgerufen, darunter „Stuttgart Pride”. Rund 500 Menschen nahmen nach Schätzungen vor Ort daran teil.

Anlass ist der Pride-Monat rund um den Jahrestag der Stonewall-Aufstände in New York im Jahr 1969. Diese gelten als Wendepunkt der queeren Befreiungsbewegung. Damals wehrten sich vor allem Trans-Personen gegen Polizeigewalt in der Christopher Street. Diese Ereignisse stehen bis heute weltweit als Symbol für den Kampf um Gleichberechtigung.

Queerfeindliche Gewalt in Deutschland weiter zugenommen

Auf ihrer Homepage erklärt die „Stuttgart Pride“, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen immer größer werden. So habe queerfeindliche Gewalt in Deutschland weiter zugenommen. Laut Angaben der Initiative wurden 2023 insgesamt 165 entsprechende Straftaten registriert, 2024 waren es bereits 212 – ein Anstieg um rund 30 Prozent.

Die Veranstalter und Teilnehmenden der Demonstration fordern deshalb unter anderem eine verlässliche und einheitliche Erfassung queerfeindlicher Straftaten sowie eine konsequentere Strafverfolgung.

Die Critical Pride in Stuttgart versteht sich damit nicht nur als Demonstration, sondern auch als politisches Signal für Zusammenhalt, Sichtbarkeit und Solidarität innerhalb der queeren Community und darüber hinaus.

Eindrücke von der Critical Pride finden Sie in unserer Bildergalerie.