Halle. Am vergangenen Samstag (20. Juni) war Alexander Zverev bei den Terra Wortmann Open in Halle zum vierten Mal in Folge im Halbfinale ausgeschieden – exakt eine Woche später machte der Tennis-Profi jetzt ein überraschendes Geständnis. Vor seinem Auftaktmatch gegen den Belgier Alexander Blockx beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon offenbarte er eine Rasenallergie.

Während der 29-Jährige gerade über Veränderungen nach seinem French-Open-Sieg sprach, rutschte ihm plötzlich ein lauter Nieser heraus. Auch beim Training zuvor hatte sich Zverev mehrere Male heftig die Nase geschnäuzt. „Für mich ist das nichts Neues“, sagte er. „Die Probleme habe ich jedes Jahr.“

In Wimbledon war der Hamburger bislang nie über das Achtelfinale hinausgekommen, im Vorjahr war bereits in der ersten Runde Schluss. Bei seinen insgesamt 25 Turniersiegen ist keiner auf Rasen dabei. Trotzdem geht er mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ins Turnier. „Ich muss ehrlich zu mir selbst sein: Es fühlt sich schon anders an, mit dem Titel im Rücken. Es ist mehr Freude und irgendwo auch mehr Freiheit. Aber wenn ich auf dem Platz bin, möchte ich meinen Job machen und mein bestes Tennis zeigen“, sagte er.

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Zverev leidet schon an Diabetes Typ 1


Nach dem umkämpften Halbfinale bei den Terra Wortmann Open in Halle zeigt Alexander Zverev trotz gesundheitlicher Probleme Größe und gratuliert seinem Gegner Taylor Fritz zum verdienten Sieg. - © Nicole Donath

Nach dem umkämpften Halbfinale bei den Terra Wortmann Open in Halle zeigt Alexander Zverev trotz gesundheitlicher Probleme Größe und gratuliert seinem Gegner Taylor Fritz zum verdienten Sieg.
| © Nicole Donath

Wie befreit Zverev ist, bewies er auch während der Turnierwoche in Ostwestfalen. Der Weltranglistendritte zeigte sich bei den Terra Wortmann Open über viele Tage in Top-Form – scheiterte am Ende an Angstgegner Taylor Fritz und der Technik. Bei der 7:6, 4:6, 5:7-Niederlage gegen den US-Amerikaner fiel sein Diabetes-Sensor aus.

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Das Gerät zeigte einen zu hohen Wert an. Für seine sportliche Leistung war dieser Fehler fatal. „Ich habe viel zu viel Insulin gespritzt“, sagt er. Die Folge: Eine Unterzuckerung, auf die er während des Spiels reagieren musste.

Zverev leidet, seitdem er vier Jahre alt, ist an Diabetes Typ 1. Die Ärzte machten ihm damals wenig Hoffnung auf eine Profikarriere – doch er bewies das Gegenteil. Eine Rasenallergie wird ihn entsprechend auch nicht stoppen können.

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