Es ist heiß in Karlsruhe und der Region. Schwimmbäder sowie Badeseen bieten Erfrischung, Eisdielen locken und die Grillsaison ist gestartet. Doch die Hitze birgt auch große Gefahren: Die Zahl der Waldbrände nimmt zu.

„Die Feuerwehren beobachten insbesondere bei längeren Trockenphasen eine erhöhte Zahl entsprechender Einsätze“, sagt Michaela Hofmann, Abteilungsleiterin und Pressesprecherin der Feuerwehr Karlsruhe, auf Nachfrage der Redaktion am 27. Mai.

In diesem Jahr musste die Feuerwehr Karlsruhe bereits vereinzelt zu sogenannten Vegetationsbränden ausrücken. Im vergangenen Jahr seien 27 Vegetationsbrände im Stadtgebiet Karlsruhe verzeichnet worden.

Intensive Sonne und Wind erhöhen die Brandgefahr

Neben langer Trockenphasen und hohen Temperaturen tragen intensive Sonneneinstrahlung und Wind zur Erhöhung von Vegetationsbränden bei. „Trockene Böden sowie ausgedörrtes Gras und Laub können sich sehr schnell entzünden“, sagt Hofmann. Besonders kritisch seien längere Hitze- und Trockenperioden, die zunehmend häufiger auftreten.

Waldbrandübung in Karlsruhe. (Archivbild)

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Waldbrandübung in Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Waldbrandübung in Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Neben Waldflächen seien auch Parks, Grünanlagen oder landwirtschaftliche Flächen betroffen. Bereits kleine Zündquellen – etwa weggeworfene Zigaretten, heiße Fahrzeugteile oder offenes Feuer – können Brände auslösen.

Menschen sind großteils Auslöser

Die Umsicht jedes Einzelnen entscheidend. „Gerade während trockener und heißer Wetterlagen ist ein besonders verantwortungsvoller Umgang mit Feuer wichtig, denn bereits kleine Unachtsamkeiten können Vegetations- oder Waldbrände auslösen“, sagt Hofmann. Die meisten Brände seien auf menschliches Verhalten zurückzuführen. Darum habe Prävention eine entscheidende Bedeutung.

Das ist im Wald zu beachten

Folgende Regeln sollten laut Hofmann im Wald berücksichtigt werden:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt ein generelles Rauchverbot im Wald
  • Offenes Feuer ist nur mit 100 Metern Abstand zum Wald erlaubt
  • Grillen im Wald ist nur an ausgewiesenen Grillstellen erlaubt
  • An Grillstellen zu beachten: keine trockenen Äste, Grasflächen oder Laub in unmittelbarer Nähe; Grillfeuer und Glut jederzeit beaufsichtigen und vor dem Verlassen vollständig löschen
  • Lagerfeuer sind an Grillstellen verboten
  • Hinweisschilder der Grillstellen vor Ort befolgen (bei Missachtung droht ein Bußgeld)

Brennender Grillplatz in Stupferich. (Archivbild)

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Brennender Grillplatz in Stupferich. (Archivbild)
Foto: KOD

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Brennender Grillplatz in Stupferich. (Archivbild)
Foto: KOD

Das ist auch außerhalb des Waldes wichtig

Auch außerhalb des Waldes sei bei Hitze und Trockenheit besondere Vorsicht erforderlich. Darauf sollte geachtet werden:

  • Zigarettenkippen niemals achtlos wegwerfen – weder in Parks noch aus dem Auto
  • Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen (sie können Brände verursachen)
  • Besondere Vorsicht bei offenem Feuer und heißen Geräten auf Balkonen, Terrassen und in Gärten
  • Kein Abflammen von Unkraut bei trockener Witterung (Flammen können sich schnell auf umliegende Vegetation ausbreiten)

Wo das Grillen in Karlsruhe erlaubt ist sowie alle Punkte der Grillverordnung, finden Sie in diesem Artikel: Ideales Grill-Wetter in Karlsruhe: Das müssen Grillfans jetzt wissen