Eugensplatzfest Stuttgart Foto: Yelin Türk
Eine Hitzewelle sorgte dafür, dass weniger Besucher als erwartet zum ersten Eugensplatzfest kamen. Die Veranstalterinnen und Veranstalter sind trotzdem zufrieden.
Ein leckeres Eis, ein kaltes Getränk und die Sonne auf der Haut spüren – Sommerfeste sind eine schöne Sache. Am Samstag gab es all das und noch mehr am ikonischen Eugensplatz. Zum ersten Mal fand dort das Eugensplatzfest statt, organisiert wurde das ganze von dem Casa Schützenplatz-Verein. „Wir wollen der Nachbarschaft, aber auch allen anderen Stuttgarterinnen und Stuttgartern eine weitere Plattform bieten und einen Ort der Begegnung schaffen“, erklärte Vereinsmitglied und Mitorganisator Patrick Puschinski vor dem Fest.
Und das ist ihm und seinem Verein auch gelungen. Neben dem Galateabrunnen stehen an diesem Samstag mehrere Essens- und Getränkestände. Ein Flohmarkt hat laut dem Verein besonders zu Beginn, nach 11 Uhr, einige Leute angelockt. Am späten Nachmittag spielt ein DJ Musik, während um ihn herum gemütlich gegessen, getrunken und geplaudert wird.
Tamara Lenker und ihr Mann Dieter sind zwei von ihnen. „Wir haben uns eben noch zwei Kugeln Eis geholt und jetzt sitzen wir hier gemütlich. Die Atmosphäre hier eignet sich wirklich perfekt für sowas.“ Beide leben in der Nähe und würden sich freuen, wenn das Fest auch in den kommenden Jahren stattfinden würde. „Vielleicht mit etwas milderem Wetter, so ist es aber auch ganz schön.“ Trotzdem sind nicht ganz so viele Menschen gekommen, wie erwartet, sagt Puschinski. „Das kann ich bei der Hitze aber auch verstehen“, gibt er zu. Besonders am Mittag sei wenig los gewesen, gegen Nachmittag fing der Platz an sich zu füllen. In einer Woche wie der letzten, in der täglich mehrmals Temperaturrekorde gebrochen werden, scheinen viele Menschen lieber Zuhause bleiben zu wollen.
Weniger los als erwartet
Dabei haben die Veranstalterinnen und Veranstalter sich Mühe gegeben. Sitzplätze stehen im Schatten und kleine Wasserschläuche sprühen kaltes Wasser. „Vielleich hätten wir das einfach besser kommunizieren müssen“, sagt Puschinski. „Wenn die Leute wüssten, dass ab und zu auch mal Wind weht, und es hier so schattig ist, wären sie wahrscheinlich auch früher gekommen.“ Zufrieden sind er und sein Verein dennoch. Und auch die Besucherinnen und Besucher sind glücklich. „Es sind auch einige fremde Menschen auf uns zugekommen und haben uns gesagt, wie toll sie die Idee und die Umsetzung finden.“
Bei der Hitze haben sich einige Besucherinnen und Besucher Abkühlung beim Galateabrunnen gesucht. Foto: Yelin Türk
Das Fest wollten sie auch trotz Hitze nicht absagen. „Gerade auch weil in letzter Zeit so vieles abgesagt wurde“, erklärt Puschinski. Ob es nächstes Jahr noch ein zweites Eugensplatzfest geben wird, sei noch nicht sicher. Das liege vor allem daran, dass die Organisation des Festes in diesem Jahr vor allem von ihm übernommen wurde. „Ich habe noch mit keinem darüber gesprochen“, sagt er.