A No Petrol sign at a Gazpromneft petrol station in the Orechowo-Sujewo Municipality.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 28.06.2026 22:59 Uhr

22:10 Uhr

Putin glaubt weiter an Sieg in der Ukraine

Trotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher. Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der Spezialoperation, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Putin in einem Interview des Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin.

Putin begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem „katastrophalen Personalmangel“ der ukrainischen Streitkräfte. Er behauptete, dass den russischen Streitkräften der Vorschlag unterbreitet worden sei, die Kampfhandlungen auf vier Gebiete in der Ostukraine zu beschränken. Dies würde Kiew die Möglichkeit geben, Truppen aus anderen Gebieten in diese Regionen zu verlegen. „Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne.“

Seiner Ansicht nach strebe der Westen weiterhin danach, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. „Dort werden zwar vereinzelt verschiedene Gerüchte laut, dass man dies angeblich nicht mehr anstrebe, aber offiziell hat niemand diese These von der Tagesordnung gestrichen“, sagte Putin. „Wozu brauchen sie dann aber die Einstellung der Kampfhandlungen und die Friedensverhandlungen, von denen sie immer häufiger sprechen und an denen sie teilnehmen wollen?“ (Quelle: dpa)

22:05 Uhr

Ukraine schlug Stopp von Langstreckenangriffen vor – Moskau lehnt ab

Der russische Präsident Wladimir Putin weist einen nach seinen Worten von der Ukraine vorgeschlagenen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe zurück. Moskau betrachte den Vorstoß als Ablenkungsmanöver von dem Ziel, vier ukrainische Regionen vollständig einzunehmen, sagt Putin in einem Fernsehinterview. Der Vorschlag werde nur gemacht, da die russischen Gegenschläge tief ins ukrainisches Gebiet „viel stärker, wirkungsvoller und, ehrlich gesagt, zerstörerischer“ seien. Russland habe nicht die Absicht, „das Kiewer Regime zu retten“. Die ukrainischen Angriffe sollten die russischen Streitkräfte lediglich von der vollständigen Einnahme des Donbass sowie der Regionen Saporischschja und Cherson ablenken. (Quelle: Reuters)

21:45 Uhr

Putin fordert mehr Luftabwehr zum Schutz von Ölanlagen

Russlands Präsident Wladimir Putin fordert eine stärkere Luftabwehr gegen ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur des Landes. Die erste Aufgabe bestehe darin, die Produktion der am dringendsten benötigten Systeme schnell und deutlich hochzufahren, sagt er in einem russischen Fernsehinterview. Zugleich betont Putin, dass Russland mit den durch die Angriffe verursachten Problemen gut zurechtkomme. Die Schläge gegen die Infrastruktur hätten absolut keine Auswirkungen auf die Lage an der Front. Russland werde sich dadurch nicht von seinem Vormarsch abhalten lassen. (Quelle: Reuters)

21:00 Uhr

Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen im Süd- und Nordosten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. In der Stadt Saporischschja kommen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere werden verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Grenzregion Charkiw gab es bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw einen Toten und acht Verletzte, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. Zudem stirbt nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer weiter nördlich gelegenen Gemeinde. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Beide Seiten weisen den Vorwurf zurück, in dem Konflikt gezielt Zivilisten anzugreifen. (Quelle: Reuters)

20:13 Uhr

Putin räumt Treibstoffmangel ein und erwägt Diesel-Exportverbot

Russlands Präsident Wladimir Putin räumt Engpässe bei der Treibstoffversorgung im Land ein und erwägt ein Exportverbot für Diesel. Bei einer Krisensitzung mit Regierungsvertretern fordert er Maßnahmen, um insbesondere den Bedarf der Landwirtschaft zu decken. Die Benzinreserven belaufen sich Putin zufolge auf 1,7 Millionen Tonnen und liegen damit vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Eine Arbeitsgruppe soll nun die landesweite Versorgung sicherstellen. Die Ukraine nimmt bei ihren Drohnenangriffen inbesondere russische Energieanlagen ins Visier. (Quelle: Reuters)

Wladimir Putin

16:44 Uhr

Putin will „Sicherheit“ seines Landes gewährleisten

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angesichts der verstärkten ukrainischen Luftangriffe auf russischem Staatsgebiet zugesagt, die „Sicherheit“ seines Landes zu gewährleisten. „Wir werden sicherlich die Sicherheit sowohl des Landes als auch unserer Bürger gewährleisten, wie auch die Unverletzlichkeit von Russlands Grenzen“, sagte Putin bei einem Parteitag seiner Partei Geeintes Russland in Moskau. Zugleich räumte der Kreml-Chef „Herausforderungen“ und „Probleme“ ein. Russland sehe sich aktuell einem „beispiellosen Druck“ seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren.

Trotz anderslautender Berichte von den Fronten behauptete Putin, die ukrainischen Truppen zögen sich „in alle Richtungen zurück“. Kiew greife zudem zu „terroristischen Methoden“ und werde gleichzeitig vom Westen „als Rammbock im Kampf gegen Russland“ unterstützt. (Quelle: dpa/AFP)

13:31 Uhr

Slowakei will Militärhilfe nicht mittragen

Der slowakische Regierungschef Robert Fico soll erklärt haben, sein Land werde sich an einer geplanten Nato-Militärhilfe für die Ukraine im Wert von 70 Milliarden Euro nicht beteiligen. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet, wollen Nato-Mitgliedsstaaten die Hilfen aus ihren Beständen beim Treffen der Regierungschefs am 7. und 8. Juli vereinbaren. (Quelle: CCTV)

12:47 Uhr

Tankstelle in der Ukraine zerstört

In der vergangenen Nacht ist bei einem russischen Drohnen-Angriff eine Tankstelle in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk zerstört worden. Nach Angaben des Betreibers brach ein Feuer aus und durch herumfliegende Trümmer sei ein Tanklaster-Fahrer verletzt worden. (Quelle: EBU)

12:32 Uhr

Frau bei Angriffen auf Sumy verletzt

Bei neuen russischen Luftangriffen auf Sumy sind nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes mit gelenkten Bomben verschiedene Industrie-Anlagen und ein Lagerhaus schwer beschädigt worden. Die Angriffe erfolgten demnach vergangene Nacht. Zudem sei beim Einschlag einer Drohne in einem Hausdach eine Frau verletzt worden. (Quelle: EBU)

zerstörte Zapfsäule

10:53 Uhr

Ukrainer attackieren weitere Raffinerien

Nach Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind in der Nacht gleich zwei russische Raffinerien angegriffen worden. Er bestätigte den von russischen Behörden eingeräumten Angriff in Slawjansk-na-Kubani. „Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt.“

Öl-Raffinerie in der Region Krasnodar

Bei Telegram schrieb Selenskyj: „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten und ist ein Schritt zum Frieden.“ Die Raffinerie in Jaroslawl gilt als eine der größten in Russland. Sie war in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel ukrainischer Attacken. Die russischen Behörden berichteten hier bisher nur über Straßensperren im Bereich einer Öl-Anlage. (Quelle: dpa)

09:02 Uhr

Todesopfer bei Angriff in Russland

In einer Öl-Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch sei bei dem Angriff in Slawjansk am Kuban umgekommen, teilte Gouverneur Wenjamin Kondratjew mit. Eine weitere Person sei in einem nahen Dorf verletzt worden. Die Raffinerie mit einer Kapazität von rund 100.000 Barrel pro Tag gehört zum Konzern Slawjansk EKO. Sie liegt nahe der besetzten Halbinsel Krim. Laut Kondratjew wurden auch eine Strom- und eine Gasleitung beschädigt. Zudem gibt es Drohnenangriffe in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau, wo Straßen in Richtung Hauptstadt gesperrt wurden. (Quellen: Reuters, AFP)

05:47 Uhr

Neue russische Raketenangriffe auf Kiew

Bei einem russischen Angriff auf Kiew sind in der Nacht mindestens zwei Menschen verletzt worden. Das teilte der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Nach Angaben der Luftwaffe wurde die Hauptstadt mit ballistischen Raketen attackiert. Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben. (Quelle: AFP)

03:00 Uhr

Thüringen: Ukrainer in Arbeit

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine arbeiten immer mehr ukrainische Geflüchtete in Deutschland. Auch in Thüringen stieg die Zahl der Beschäftigten. Laut Bundesagentur für Arbeit ist seit 2022 die Beschäftigungsquote ukrainischer Bürger hier von rund 18 auf jetzt knapp 35 Prozent gestiegen, bei bundesweit nur rund 27 Prozent. (Quelle: MDR)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 27. Juni 2026

Bei russischen Angriffen in den ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk im Zentrum des Landes und Sumy im Nordosten sind gestern zwei Menschen getötet worden. Bei ukrainischen Angriffen auf Wolgograd und Belgorod sowie auf Horliwka in der von russsischen Truppen besetzten ukrainischen Region Donezk wurden nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen getötet. In Wolgograd wurden Industrieanlagen getroffen, nach unbestätigten Berichten auch eine Rüstungsfabrik. Nach Angaben der Ukraine kamen bei den Angriffen eigen Marschflugkörper vom Typ „Flamingo“ zum Einsatz.

 Auto-Schlange an einer Tankstelle in Simferopol auf der Krim, 12. Juni 2026.

Auf der von Russland besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Behörden nach ukrainischen Angriffen den Ausnahmezustand ausgerufen. Das teilte der von Russland eingesetze Gouverneur Sergej Aksjonow mit.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Sonntag, 28. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.