umfassende Reform
Am 24. Juni kündigte die Europäische Kommission (EK) ein Paket von Legislativvorschlägen an, die darauf abzielen, die Befugnisse der Europäischen Polizeiagentur (Europol) und der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) zu stärken sowie die Europäische Richtlinie über strafrechtliche Ermittlungsanordnungen und die Datenschutzbestimmungen zu ändern.
Der Anstoß für Reformen ergibt sich aus dem sich rasant verändernden kriminellen Umfeld. Laut dem EU-Bericht zur Bedrohung durch schwere organisierte Kriminalität (EU-SOCTA 2025) nutzen rund 70 % der in Europa operierenden kriminellen Netzwerke digitale Technologien als zentrales Werkzeug – von der Mitgliederrekrutierung und Kommunikation bis hin zu Zahlungen und Geldwäsche. Neue Technologien, darunter KI, werden missbraucht, um gefälschte Inhalte zu erstellen, groß angelegte Betrügereien durchzuführen, Cyberangriffe zu automatisieren und Spuren zu verwischen.
In diesem Kontext positioniert sich Europol als Technologie- und Datendrehscheibe der EU. Neuen Vorschlägen zufolge soll die Behörde einen „gemeinsamen polizeilichen Datenraum“ aufbauen, der den automatisierten Informationsaustausch, koordinierte Ermittlungen in Echtzeit und die Einrichtung von Unterstützungsbüros in den Mitgliedstaaten ermöglicht.
Analyse von Kriminalitätsdaten im EU-Zentrum für Cyberkriminalität. Foto: EG
Europol wird zudem seine Verbindungen zu Eurojust, der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) und internationalen Partnern stärken, um grenzüberschreitende Kriminalität effektiver zu bekämpfen. Im Jahr 2025 war die Behörde an rund 20.000 Operationen beteiligt, unterstützte fast 32.000 Festnahmen und beschlagnahmte Vermögenswerte im Wert von rund 8,9 Milliarden Euro. Diese Zahlen belegen die effektive Koordination der Europäischen Polizeibehörde und verdeutlichen das wachsende Ausmaß krimineller Netzwerke.
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VIET ANH-Zusammenstellung
Quelle: https://www.sggp.org.vn/eu-quyet-liet-chong-toi-pham-su-dung-cong-nghe-so-post859672.html