
AUDIO: A2-Sperrungen wegen Hitzeschäden: So ist der Stand am Montagmorgen (1 Min)
Hohe Temperaturen
Stand: 28.06.2026 10:46 Uhr
Während der Höhepunkt der Hitzewelle in Sachsen-Anhalt als überwunden gilt, dauern die Schäden an den Autobahnen an. Für Autofahrer bedeutet das Sperrungen und Umleitungen, etwa auf der A2 und A14. Am Wochenende hatte die Motorradstaffel der Johanniter aus der Börde im Stau feststeckende Menschen mit dem Nötigsten versorgt.
Die hohen Temperaturen haben der Fahrbahn der Autobahn 2 zugesetzt. Der Beton ist nach Angaben der Autobahn GmbH an mehreren Stellen aufgeplatzt, es kam zu sogenannten Blow-Ups. Zum Teil gibt es weiterhin Sperrungen. Das ist der aktuelle Stand auf den Autobahnen:
A2 Richtung Berlin an mehrere Stellen gesperrt
- A2 in Richtung Berlin: weiterhin gesperrt zwischen Irxleben und dem Kreuz Magdeburg, die letzte freie Abfahrt ist Bornstedt.
- A2 in Richtung Berlin: Sperrung zwischen Ziesar und Wollin, Abfahrt für Autofahrerinnen und Autofahrer bei Theeßen.
- Die ist A14 kurz nach dem Kreuz Magdeburg in Richtung Schwerin ebenfalls noch dicht.
- A2 in Richtung Hannover: Hier gab es seit Donnerstagmorgen zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum Hitzeschäden. An dieser Stelle ist die Fahrbahn inzwischen repariert, seit Sonntagnachmittag kann der Verkehr wieder rollen.
Video:
Hitzeschäden auf der A2: Reparaturen dauern an (3 Min)
Autobahn weiträumig umfahren
Grundsätzlich wird weiterhin empfohlen, die Autobahn sehr weiträumig zu umfahren. Wer trotzdem fährt, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen und sollte deswegen ausreichend Getränke, Verpflegung sowie regelmäßig benötigte Medikamente mitnehmen. Am Freitag hatte sich der Verkehr auf der A2 teils auf Strecke bis zu 15 Kilometer gestaut.
Autofahrer sollten zudem eine Rettungsgasse freihalten und sich weiterhin bei der Polizei melden, wenn sie Hitzeschäden auf den Fahrbahnen sehen, damit schnell reagiert werden kann. Im Laufe des Tages will die Autobahngesellschaft sagen, wann die noch bestehenden Sperrungen voraussichtlich aufgehoben werden können.
Um Sie bestmöglich auf dem neuesten Stand zu halten, haben wir am Samstag und Sonntag jeweils einen Live-Ticker zur Lage auf den Straßen gehabt. Das war der Live-Ticker am Samstag und hier ist der Live-Ticker von Sonntag.



Auch am Wochenende wurden die Schäden behoben.
Helfer auf Motorrädern sind unterwegs
Um die Menschen vor Ort im Stau zu unterstützen, war in den vergangenen Tagen auch die Motorradstaffel der Johanniter aus Börde im Einsatz. Leiter Fabian Harsteln und sein Team hatten Getränke, Traubenzucker und ihr medizinisches Equipment in den Satteltaschen. Sie wurden von der Autobahnpolizei Jerichower Land angefordert.
Wir raten bei dem Wetter immer ausreichend Getränke mitzunehmen und im Auto parat zu haben und auch die Klimaanlage laufen zu lassen. Ich weiß, das hört sich doof an und frisst Sprit, gerade bei den Spritkosten, die wir haben – aber sonst geht man kaputt.
Fabian Harsteln, Leiter der Johanniter-Motorradstaffel Börde
Brüchiger Beton wird durch Asphalt ersetzt
Ältere Betonfahrbahnen, die bereits Vorschäden aufwiesen oder an denen es schon häufiger Reparaturen gegeben habe, seien besonders anfällig für Hitzeschäden, so eine Sprecherin der Autobahn GmbH. Es könnten sich bei großer Hitze sogenannte Blow-ups bilden. Dabei wölbt sich die Fahrbahn und kann aufbrechen.
Neu gebaute Fahrbahnen hätten dieses Problem nicht. Der beschädigte Beton wird demnach durch moderneren Asphalt ersetzt. Der Asphalt brauche bei den Temperaturen allerdings eine Weile, bis er abgekühlt ist. Asphaltfahrbahnen können sich dagegen verformen und Spurrinnen bilden, was laut Autobahn GmbH in Deutschland eher unwahrscheinlich ist.

Der gebrochene Beton wird entfernt und durch Asphalt ersetzt.
2026 – kein Sommer wie jeder andere
Die Zahl heißer Tage mit über 30 Grad lag nach DWD-Daten von 1963 bis 1992 bei 4,5 Tagen pro Jahr und hat sich für die Zeit 1993 bis 2022 auf 9,1 verdoppelt. Bisher Rekordjahr ist 2018 mit mehr als 20 Tagen. 40 Grad wurden im 20. Jahrhundert in Deutschland nur einmal überschritten – am 27. Juli 1983. Im 21. Jahrhundert gab es schon 2003, 2015, 2019 und 2022 mehrfach Temperaturen über 40 Grad – im Juli und August. Ohne Klimawandel wäre die aktuelle Durchschnittstemperatur in Deutschland vielerorts bis zu zwei Grad niedriger. Quellen: DWD, Statista, Climameter
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MDR (Oliver Leiste, Linus-Benedikt Zosel, Norma Düsekow, Johanna Daher, Michel Holzberger, Kalina Bunk) | Erstmals veröffentlicht am 25.06.2025