Zwei Mitglieder des Technischen Hilfswerks Moers sind im Hilfseinsatz im Erdbebengebiet in Venezuela. Timo Eilhardt und Uwe Meyer gehören zum insgesamt 48-köpfigen Team der Schnelleinsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW, das am Samstag, 27. Juni, in den frühen Morgenstunden in Venezuela eintraf. Nach zwei schweren Erdbeben am 24. Juni und einem internationalen Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung hatte das THW seine auf Erdbebeneinsätze spezialisierte Einheit entsendet.
Für Eilhardt und Meyer ist es nicht der erste Erdbebeneinsatz mit der SEEBA. Zuletzt waren sie 2023 gemeinsam mit zwei weiteren Moerser THW-Helfern nach einem schweren Erdbeben in der Türkei im Einsatz. Die SEEBA ist vor allem auf die Suche und Rettung von Personen nach schweren Erdbeben in städtischen Gebieten spezialisiert und innerhalb von zehn Stunden nach Alarmierung abflugbereit und weltweit einsetzbar.
Zunächst haben die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten der SEEBA mehrere Einsatzstellen abgesucht. Ziel war es, herauszufinden, wo sich Überlebende befinden. Inzwischen hat das Team eine sogenannte Worksite in Caraballeda übernommen, an der eine verschüttete Person vermutet wird, teilte das THW mit: „Sie grenzen die Position der verschütteten Person aktuell weiter ein. Erst dann kann das Team damit beginnen, sich durch die Trümmer zu arbeiten.“
Parallel läuft die Suche nach weiteren Verschütteten weiter. Neben Rettungshunden setzen die Einsatzkräfte auf Technik wie Ortungsgeräte. „Nur wenige Stunden nach Landung konnten wir mit der Suche beginnen. Damit wir keine wertvolle Zeit verlieren, arbeiten unsere THW-Kräfte im Schichtsystem. So können wir rund um die Uhr nach Verschütteten suchen“, sagte THW-Präsidentin Sabine Lackner. Der SEEBA-Einsatz wird vom Auswärtigen Amt finanziert, den Lufttransport stellte die Bundeswehr bereit.