Die Stimmung im Dasinger Freibad ist gut. Es gehe „gesittet“ zu, beschreibt es Bademeisterin Vivien Kurfer. Wer die Berichterstattung über die Situation in den Freibädern in Augsburg in den vergangenen Wochen verfolgt hat, fügt gedanklich schon fast automatisch an: gesitteter als etwa in der nahe gelegenen Stadt.

Dort hatte eine Umfrage unter Besucherinnen und Besuchern ergeben, dass sich einige Badegäste insbesondere im Familienbad am Plärrer nicht mehr wohlfühlten. Als Grund wurden insbesondere Gruppen von jungen Männern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund genannt, wenngleich sich diese – in Teilen auch rassistische – Pauschalisierung nicht mit harten Fakten hinterlegen lässt.

Ein Selbstläufer ist das gute Klima im Freibad Dasing nicht

In Dasing ist die Besucherstruktur auch eine ganz andere als in der Stadt. Ein Selbstläufer ist das gute Klima dort aber nicht. Es ist deshalb gut, dass Kurfer und ihre Unterstützer ein Auge darauf haben, dass sich jeder benimmt, und insbesondere das Gespräch mit dahingehend auffallenden Gästen sucht. Solange das weiterhin so gut funktioniert, ist es kein Wunder, dass das Einzugsgebiet des Freibads so groß ist.