Ein schwerer Messerangriff in Essen hat in der Nacht zum Sonntag (28. Juni) einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 1.15 Uhr lief ein 21-Jähriger die Rüttenscheider Straße in Richtung der Innenstadt entlang. Plötzlich griffen ihn mehrere Personen an und verletzten ihn schwer. Der junge Mann erlitt bei der körperlichen Auseinandersetzung unter anderem Stichverletzungen.

Rettungskräfte brachten den Verletzten umgehend in ein Krankenhaus. Die Ärzte konnten eine Lebensgefahr zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen. Die Beamten nahmen noch am Tatort einen 22-jährigen Deutschen als Tatverdächtigen fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird dieser noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt.

📌 Gesamtkriminalität in Essen im Jahr 2025:

  • Insgesamt wurden 62.867 Straftaten in Essen im Jahr 2025 gezählt.
  • Das sind 9,38 Prozent weniger als 2024.
  • Auch Messerangriffe und Rauschgiftdelikte sind weniger geworden.
  • Außerdem ist die Aufklärungsquote gestiegen.

Vorausgegangener Streit in irischer Kneipe

Die Ermittler prüfen derzeit die genauen Hintergründe der Tat. Offenbar gab es kurz vor dem Angriff bereits eine Auseinandersetzung in einer irischen Kneipe an der Rüttenscheider Straße. Dabei geriet der 21-Jährige mit anderen Gästen aneinander.

Ob dieser Streit in der Gaststätte in einem direkten Zusammenhang mit der späteren Tat auf der Straße steht, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Essen und eine Mordkommission des Polizeipräsidiums haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie werten nun alle Spuren aus.

Polizei bittet Zeugen um Mithilfe

Für die weiteren Ermittlungen ist die Polizei auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Personen, die Videos oder Fotos von dem Einsatzgeschehen gemacht haben, sollen diese im Hinweisportal der Polizei Nordrhein-Westfalen hochladen. Das Portal ist über das Internet erreichbar.

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Darüber hinaus suchen die Beamten nach weiteren Zeugen. Diese sollen Angaben zu dem Streit in der Kneipe oder zu dem Messerangriff in Essen machen können. Wer etwas beobachtet hat, soll sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0201/829-0 melden. Die Ermittlungen der Mordkommission zu den genauen Hintergründen dauern weiter an.

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