Moby Für mich ist es eine Ehre, vor einem großen Publikum zu spielen. Dass die Menschen Geld für ein Ticket ausgeben und dann anreisen, erfüllt mich mit Demut. Meine Hoffnung ist, dass die Menschen feiern, was wir auf der Bühne machen, dass es ihnen Freude bereitet. Deshalb werde ich natürlich nicht da stehen und obskure Musik spielen, die niemanden interessiert. Meine aktuellen Konzerte sind Greatest-Hits-Shows. Mir geht es ja selber so: Wenn ich mir eine Band anschaue, dann will ich die Songs hören, die ich liebe. Ich war neulich bei Paul McCartney, für mich einer der größten lebenden Musiker, eine Ikone, und die Hälfte des Sets waren Klassiker: „Let It Be“, „Hey Jude“ oder „Band On The Run“. Ich saß einmal bei einem Benefiz-Event neben ihm, als er „Let It Be“ am Klavier gespielt hat, und es war einer der ergreifendsten Musik-Momente meines Lebens. Wenn man auf der Bühne steht und die Möglichkeit hat, Menschen glücklich zu machen, warum sollte man sich dagegen entscheiden? Wenn ich obskur und selbstbezogen sein möchte, kann ich das zu Hause machen oder einen kleinen Veranstaltungsort für 100 Besucher buchen.