Archivbild 2025: Vom deutschen Zoll eingezogener russischer Öltanker "Eventin" vor Rügen

AUDIO: Greenpeace: Schattenflotte fährt näher an Deutschland vorbei (1 Min)

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 30.06.2026 12:05 Uhr

11:14 Uhr

Greenpeace fordert Maßnahmen gegen Schattenflotte vor Rügen

Mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte fahren nach Angaben von Greenpeace inzwischen häufiger dicht an der deutschen Ostseeküste entlang. Die Umweltschutzorganisation erklärte, viele Tanker würden offenbar die Route nahe Rügen wählen, nachdem Schweden seine Kontrollen verschärft habe. Greenpeace fordert deshalb auch von Deutschland ein entschiedeneres Vorgehen gegen die oft schlecht gewarteten und mutmaßlich unversicherten Schiffe nach schwedischem Vorbild.

Man habe deutschen Behörden mehrfach Tanker unter falscher Flagge gemeldet. Kontrollen seien aber ausgeblieben. Das Bundesfinanzministerium bestätigte die Auswertung allerdings nicht. Maßnahmen seien nur möglich, wenn die Voraussetzungen des internationalen Seerechts erfüllt seien. (Quelle: dpa)

09:55 Uhr

Update: 419 ukrainische Drohnen abgeschossen

Die russische Luftabwehr hat in der Nacht nach eigenen Angaben landesweit mehr als 400 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Luftabwehrsysteme hätten im ganzen Land „419 ukrainische Festflügeldrohnen abgefangen und zerstört“, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Offizielle Angaben zu Opfern und Schäden gab es nicht. Wie der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, in sozialen Netzwerken mitteilte, wurde ein Baby getötet. Eine Drohne habe ein Wohnhaus in der Stadt Jegorjewsk 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt in Brand gesetzt. (Quelle: AFP/dpa)

05:13 Uhr

Russland meldet erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zahlreiche ukrainische Drohnen abgefangen, die auf Moskau zusteuerten. Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge wurden allein sechs Drohnen im Anflug auf die Hauptstadt abgeschossen, insgesamt seien 46 Drohnen abgewehrt worden. Rettungskräfte waren nach Behördenangaben an den Absturzstellen im Einsatz. Angaben zu Verletzten oder größeren Schäden wurden zunächst nicht gemacht. (Quelle: AFP)

04:31 Uhr

Selenskyj wirft Putin Fehleinschätzungen im Ukraine-Krieg vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russlands Präsident Wladimir Putin vorgeworfen, die Folgen des Krieges für das eigene Land zu ignorieren. Während Putin behaupte, die Lage sei unter Kontrolle, stünden Menschen in mehreren russischen Regionen an Tankstellen Schlange. Die Treibstoffknappheit sei eine direkte Folge des Krieges und der ukrainischen Angriffe auf die russische Ölindustrie. Die Ukraine bringe die Realität des Krieges nach Russland zurück, greife dabei aber gezielt militärisch relevante Ziele an. (Quelle: Reuters)

03:21 Uhr

Wadephul und Rubio bekräftigen Unterstützung für die Ukraine

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio die gemeinsame Unterstützung für die Ukraine hervorgehoben. Zugleich forderte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, sich auf ernsthafte Friedensverhandlungen einzulassen.

US-Außenminister Marco Rubio (r) begrüßt den deutschen Außenminister Johann Wadephul (CDU) im US-Außenministerium.

US-Außenminister Marco Rubio (r) begrüßt den deutschen Außenminister Johann Wadephul.

Wadephul zufolge wird die Militärhilfe für die Ukraine inzwischen überwiegend von Europa und Kanada finanziert. Die USA stellten weiterhin Waffen bereit, die von den Partnern für die Ukraine gekauft würden. Vom Nato-Gipfel kommende Woche erwartet Wadephul ein Signal, dass diese Unterstützung dauerhaft gesichert wird. (Quelle: AFP)

02:10 Uhr

Drei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen im besetzten Donezk

Im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens drei Menschen bei ukrainischen Drohnenangriffen getötet worden. Zwei weitere Menschen seien in der Ortschaft Starobeschewe verletzt worden, teilte der von Russland eingesetzte Gebietschef Denis Puschilin mit. Bei weiteren Drohnenangriffen in der Region seien zudem mindestens elf Menschen verletzt worden. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 29. Juni 2026

Russland hat die Ukraine erneut mit schweren Raketenangriffen überzogen. In Dnipro wurden nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Weitere Todesopfer und Verletzte meldeten die Behörden aus Saporischschja, der Region Charkiw und der Region Sumy.

Video:
Tote nach Luftangriff auf Saporischschja (1 Min)

In den von Russland besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja kam es zu großflächigen Stromausfällen. Die russischen Besatzungsbehörden machten ukrainische Angriffe auf Energieanlagen dafür verantwortlich.

Politisch wies Russlands Präsident Wladimir Putin den ukrainischen Vorschlag zurück, gegenseitig auf Langstreckenangriffe zu verzichten. Zugleich bekräftigte er das Ziel, die Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja vollständig unter russische Kontrolle zu bringen.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Dienstag, 30. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.