Fragen & Antworten

Standdatum: 30. Juni 2026.

Autorinnen und Autoren:
Alexander Schnackenburg

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Zwei metallene Türme im Hof eines alten Fabrikgebäudes, dahinter ein Fluss

Bild: Hauke Dressler

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Die neuartige Großwärmepumpe steht auf dem früheren Kellogg-Gelände in Bremen und kann bis zu 400 Wohnungen mit Energie versorgen. Der Klimaturm soll demnächst in Serie gehen.

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„Klimaturm“: So nennt das Bremer Unternehmen „Towergy“ eine neuartige Großwärmepumpe. Sie soll zugleich kompakt und leise sein und dennoch bis zu 400 Neubau- oder 200 Bestandswohnungen mit erneuerbarer Wärme und Kälte versorgen können. Einen Prototyp möchte das Unternehmen, hinter dem der Projektentwickler Klaus Meier steckt, am heutigen Dienstag auf der Überseeinsel einweihen. Die Pumpe soll den Klimacampus, der gerade auf dem früheren Kellogg-Areal entsteht, mit Energie versorgen.

„Towergy“ möchte seine „Klimatürme“ ab Herbst 2027 in Serie produzieren – von Bremerhaven aus.

Klimaturm: KI-Visualisierung/Fassade Johann Büsen

Diese Visualisierung zeigt, wie der „Klimaturm“ auf der Überseeinsel samt Wasserspeicher aussehen wird.

Bild: Towergy | Bilderweiterung Radio Bremen

Wie ist der „Klimaturm“ aufgebaut?

Das Herzstück des rechteckigen Turms ist eine Luft-Wasser-Großwärmepumpe. Das heißt: Diese Pumpe zieht Energie aus der Umgebungsluft und wärmt damit Wasser auf. Das Wasser wird in einem runden Turm gespeichert, der direkt neben dem „Klimaturm“ steht.

Der Turm hat eingebaute Ventilatoren mit Schalldämpfern und er setzt sich aus drei vorgefertigten Modulen zusammen: Unten, im Betonkubus, befindet sich der Maschinenraum, erklärt Firmensprecherin Anaïs Strauß. Darin verbaut sind die Wärmepumpe, die Elektrik und die Steuerung. Darüber liegt der Wärmetauscher. Aus diesem Modul saugt der Turm von allen vier Seiten Luft an. Das obere Modul bildet der Luftkanal mit den Ventilatoren und Schalldämpfern.

Wie groß ist der „Klimaturm“ und was leistet er?

Je nach Ausführung ist der „Klimaturm“ elf bis 14 Meter hoch. Die Grundfläche ist zwischen 3,8 mal 3,8 und 5,6 mal 5,6 Metern groß. Die thermische Leistung liegt, je nach Modell, zwischen 0,3 und 1,5 Megawatt.

Der Prototyp in der Überseestadt leistet Strauß zufolge 0,5 Megawatt. Er soll den Klimacampus Bremen auf der Überseeinsel sowie umliegende Ateliers mit Wärme versorgen.

Visualisierung von buten Malereien an einer viereckigen Fassade von allen Seiten

Die Fassade des „Klimaturms“ auf der Überseeinsel hat der Künstler Johann Büsen gestaltet.

Bild: Johann Büsen

Was unterscheidet den „Klimaturm“ von anderen Großwärmepumpen?

Die Hersteller und Entwickler sind besonders stolz auf die vertikale Bauweise des Turms. „Der Klimaturm ist die leiseste und dank seiner einzigartigen Bauweise auch die platzsparendste Großwärmepumpe, die es derzeit in diesem Leistungsbereich gibt“, behauptet zumindest Geschäftsführer Tobias Werner. Konkret soll der Schalldruckpegel auch bei der leistungsstärksten Variante in zehn Metern Entfernung unter 35 Dezibel (A) liegen. Das entspräche einem leisen Flüstern oder auch dem Summen eines neuen Kühlschranks.

„Towergy“ möchte voraussichtlich im Herbst 2027 in Bremerhaven die Serienproduktion des Turms aufnehmen. Es hofft, pro Jahr 50 bis 100 Türme herstellen zu können. Der „Klimaturm“ sei aufgrund seiner geringen Größe prädestiniert für dicht besiedelte Quartiere, so die Geschäftsführung.

Das Unternehmen will den Turm in zwei Varianten anbieten: mit Wasserspeicher und mit Batteriespeicher. Zudem wirbt die Firma damit, dass sich unten am Turm zwei Wallboxen anbringen ließen, um Pkw mit Ladestrom zu versorgen.

Der Projektentwickler Klaus Meier zu Gast im Studio von buten un binnen.

Hinter dem Klimaturm steht unter anderem der Projektentwickler Klaus Meier, unter anderem auch als Betreiber des Klimahauses bekannt.

Bild: Radio Bremen

Wer steckt hinter dem Projekt?

Die meisten Anteile an „Towergy“ hält der Bremer Unternehmer und Windenergie-Experte Klaus Meier. Er ist auch geschäftsführender Gesellschafter der Überseeinsel GmbH und Betreiber des Klimahauses. Ebenfalls an „Towergy“ beteiligt sind die beiden Geschäftsführer: der Ingenieurwissenschaftler Rolf-Peter Strauß von der Hochschule Bremen sowie Tobias Werner von der Firma „Stadt. Energie. Speicher GmbH“.

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Bild: Radio Bremen

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Quelle:
buten un binnen.

Dieses Thema im Programm:
Bremen Zwei, Nachrichten, 30. Juni 2026, 6 Uhr