Nach Protesten

München bricht mit jahrzehntealter Hochhaus-Regel

30.06.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Ballons simulieren Hochhäuser in MünchenVergrößern des Bildes

Die Münchner Skyline (Archivbild): Die Ballons sollen die Höhe der beiden geplanten Hochhäuser verdeutlichen. (Quelle: Tobias Hase/dpa/dpa-bilder)

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Der Bebauungsplan für ein umstrittenes Bauprojekt tritt in Kraft. Damit bricht die Stadt München eine Regel, die bereits Traditionsstatus hat.

In München ist der Bebauungsplan für ein umstrittenes Hochhaus-Projekt in Kraft getreten. Das teilte das Referat für Stadtplanung und Bauordnung am Dienstag mit. Der Stadtrat hatte im November grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Auf dem 8,7 Hektar großen Areal rund um die frühere Paketposthalle im Stadtteil Neuhausen sollen nach Angaben der Stadt 1.200 Wohnungen und 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Das Projekt umfasst vier Hochhäuser – zwei hohe Türme und zwei niedrigere Gebäude.

Bisher galt: Gebäude dürfen maximal 100 Meter hoch sein

Mit dem Bau bricht München eine jahrzehntealte Tradition. Bislang galt die Maxime: Gebäude dürfen maximal 100 Meter hoch sein. Das entspricht etwa der Höhe der Frauenkirchtürme. Diese Grenze geht auf einen Bürgerentscheid aus dem Jahr 2004 zurück.

Hochhäuser an der PaketposthalleVergrößern des BildesVisualisierung der Hochhäuser an der Paketposthalle (Grafik): So soll das Projekt mal aussehen. (Quelle: Herzog & de Meuron)

Der Entscheid wurde nur knapp gewonnen. Er war lediglich ein Jahr rechtlich bindend, wirkte aber dennoch nach. Um das Projekt wurde in den vergangenen Jahren massiv gerungen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte ein Bürgerbegehren der Projektgegner im Januar für unzulässig.