Im Kampf gegen großangelegten Sozialbetrug hat die Stadt Duisburg erneut den größten der «Weißen Riesen» im Brennpunkt-Stadtteil Hochheide kontrolliert. Bei der Aktion in dem 20-stöckigen Hochhaus wurde geprüft, wer dort wohnt – und wer womöglich nur zum Schein gemeldet ist, um Sozialleistungen zu beziehen.

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Schrotthäuser in Gelsenkirchen:
Sie sind die Herrscher der Schrotthäuser. Er ist ihr Gegner

Statistisches Bundesamt:
Knapp drei Viertel neuer Wohngebäude werden mit Wärmepumpen beheizt

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Görlitzer Park:
Wie kann man da wohnen?

Dafür gingen die Behörden von Tür zu Tür und befragten Bewohner. Bei dem Einsatz standen laut Stadt diesmal die Wohnungen im Fokus, die bei einer vorherigen Kontrolle nicht überprüft werden konnten, weil dort niemand angetroffen wurde oder sie nicht bewohnt waren. Eine Bilanz der Aktion veröffentlichte die Stadt zunächst nicht.

Ruhrgebiets-Städte gehen zunehmend gegen Sozialbetrug vor

Viele Städte im Ruhrgebiet verschärfen seit einigen Jahren ihr Vorgehen gegen kriminelle Geschäftsmodelle mit Sozialbetrug und Schrottimmobilien. In den als «Weiße Riesen» bekannten Hochhäusern in Duisburg gab es in der Vergangenheit bereits ähnliche Einsätze. Im Oktober 2024 führten Ordnungsamt und Polizei eine große Kontrolle durch. Dabei wurden unter anderem Dutzende Fälle von mutmaßlichem Kindergeldbetrug festgestellt – weil Kinder in Duisburg gemeldet waren, die offensichtlich gar nicht in Deutschland lebten.

«Weiße Riesen» machen immer wieder Schlagzeilen

Die Hochhaus-Gegend mit den «Weißen Riesen» im Westen von Duisburg war in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil sich etwa Paketboten und andere Lieferanten zeitweise nicht mehr in die Gebäude trauten. Seit den 1980er Jahren wurde kaum noch investiert, die Gebäude verwahrlosten, mehr als die Hälfte der Wohnungen stand leer.

Die Stadt Duisburg will das Problemviertel sanieren und die Lebensqualität erhöhen. Drei der einst sechs Riesen brachte die Kommune in den vergangenen Jahren in ihren Besitz und sprengte sie. An ihrer Stelle soll ein 6,5 Hektar großer Stadtpark entstehen. Die anderen drei Hochäuser sind weiterhin bewohnt.

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