Bielefeld. Für die Veranstaltung „Stadt sucht Bauer“ am vergangenen Samstag – aber auch für den großen Leinewebermarkt oder den Weihnachtsmarkt – werden sogenannte Indutainer zur Sicherung des Veranstaltungsgeländes auf dem Jahnplatz eingesetzt. Zur Absicherung öffentlicher Veranstaltungen gehören sie inzwischen zum Stadtbild. Die rund 1.000 Liter fassenden Wasserbehälter dienen als mobile Sicherheitssperren und verhindern im Ernstfall die Einfahrt von Amok-Fahrern aufs Veranstaltungsgelände.
NW-Lesern war nach dem Wochenende jedoch aufgefallen, dass Tausende Liter Wasser aus den Behältern einfach in die Kanalisation gegossen werden. Und das, obwohl die Bürger der Stadt aufgrund der Trockenheit und Hitze gerade zeitgleich zum Wassersparen aufgerufen sind.
Darauf reagiert die Stadt nun. Das Wasser daraus solle eine weitere Funktion erfüllen: „Die Wasserampel der Stadtwerke steht aufgrund der anhaltenden Hitze inzwischen auf Gelb. Das bedeutet für uns, besonders verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen“, erläutert Umwelt- und Verkehrsdezernent Martin Adamski. „Gleichzeitig müssen wir die Sicherheit bei Veranstaltungen gewährleisten. Deshalb haben wir entschieden, das Wasser aus den eingesetzten Indutainern nach Veranstaltungsende für die Bewässerung von Grünflächen zu nutzen.“
Neuer Plan soll schon bald umgesetzt werden
Anstatt das Wasser nach Veranstaltungsende ungenutzt abzulassen, entschied sich die Stadt, künftig für eine nachhaltige Weiterverwendung: Ein Großteil des für die Indutainer verwendeten Wassers wird für die Bewässerung von Pflanzkübeln, dem Rundbeet vor der Commerzbank sowie der Grünfläche am Niederwall genutzt. Gerade die Grünflächen in der Innenstadt leiden besonders unter den Folgen des Klimawandels.
Große versiegelte Flächen speichern die Wärme des Tages und geben sie nachts nur langsam wieder ab. Dadurch entstehen sogenannte Wärmeinseln, die nicht nur Pflanzen belasten, sondern auch die Aufenthaltsqualität und das Wohlbefinden der Menschen beeinträchtigen.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Umweltbetriebes (UWB) ist die Pflege der Bäume, Blumen und Grünanlagen während solcher Hitzeperioden eine zunehmende Herausforderung. Bereits für die Veranstaltung „Kulturkessel“ am Sonntag, 5. Juli, ist vorgesehen, elf mit Wasser gefüllte Indutainer auf dem Rathausvorplatz einzusetzen. Am darauffolgenden Montag werde der UWB das technische Equipment bereitstellen, um das Wasser nach Veranstaltungsende gezielt auf den städtischen Grünflächen zu verteilen.
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