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Nürnberg – „Es wird sicherlich noch in beide Richtungen etwas passieren. Davon gehe ich aus, und dann schauen wir mal.“
Auch in diesem Sommer weiß Nürnbergs Chef-Trainer Miroslav Klose (48), dass sich sein Kader in den nächsten Wochen noch erheblich verändern könnte. Womöglich auch auf der Torhüterposition. Stammkeeper Jan Reichert (25/Vertrag bis 2027) hat durch seine starke Zweitliga-Saison das Interesse einiger Erstligisten geweckt. Eine konkrete Anfrage soll es für den Unterfranken aber noch nicht geben.
FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) über die anhaltenden Wechselgerüchte: „Jan war ein wichtiger Faktor in der letzten Saison und ist erst einmal da. Natürlich haben wir uns mit dem Jungen unterhalten, um zu hören, wie seine Ambitionen sind. Wir sind jetzt so verblieben, dass wir die Zeit nutzen, weil auf dem Torwartmarkt noch relativ wenig Bewegung ist. Und am Ende muss man dann sehen, wie wir zusammenkommen. Ob wir dann verlängern – oder nicht.“
Reichert: „Stand jetzt bin ich hier!“
Klingt nach reichlich Fragezeichen. Fakt ist: Reichert, der in wenigen Wochen erstmals Papa wird, hatte in den vergangenen Monaten seine Zukunft immer wieder offen gelassen. Der FCN-Keeper erklärte mehrfach: „Ich habe beim Club noch ein Jahr Vertrag und stand jetzt bin ich hier.“
Eine verzwickte Situation. Gerade auch für Ersatzkeeper Robin Lisewski (20). Nach einer starken Regionalliga-Saison mitsamt Meisterschaft macht sich der Ex-Dortmunder natürlich große Hoffnungen, bei einem Reichert-Abschied Nürnbergs neue Nummer 1 zu werden. Auch die Club-Bosse haben ähnliche Gedankenspiele. Chatzialexiou (50) dazu: „Wir haben immer gesagt, sollte es so kommen, dass Jan sich möglicherweise doch anders entscheidet und den Verein verlässt, hätten wir den Mut und auch keinerlei Bedenken, mit Robin Lisewski als Nummer 1 in die Saison zu gehen.“
Doch noch hofft der Sportvorstand auf einen Verbleib Reicherts, will intensiv um dessen Vertragsverlängerung kämpfen: „Jan ist schon für uns in der Kabine und auch auf dem Platz eine ganz, ganz wichtige Säule. Deswegen werden wir zumindest in den Gesprächen versuchen, ihn zu überzeugen, auch weiterhin für uns zu spielen.“