Zwei Träger in Karlsruhe und Region sind pleite: Im Februar meldeten die Träger Pro-Liberis und Lenitas Insolvenz an. Ende Februar kam von den Kommunen das Signal: Die Betreuungsplätze sollen erhalten bleiben. Nun erklärt der zuständige Insolvenzverwalter in einer Mitteilung vom 30. Juni, dass die Rahmenbedingungen für die Übernahme und die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit geschaffen sind.

65 Stellen fallen bei Pro-Liberis und Lenitas weg

Rund 550 der bislang knapp 620 Arbeitsplätze und der überwiegende Teil der Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten und Einrichtungen der Jugendhilfe können gesichert werden. Doch: 65 Stellen fallen weg. Tamara Schwarz, Geschäftsführerin der Zukunftsschmiede, die mit Florian Löffel auch als kaufmännisches und operatives Führungsteam die Geschäftsführung von Pro-Liberis und Lenitas übernehmen wird, sagt laut Mitteilung, dass die Entscheidung über die Personalanpassung so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden solle.

Die Mitarbeitenden sowie die Eltern der betreuten Kinder wurden laut Mitteilung bereits über das Feststehen des Fortführungskonzepts informiert. Die Betreuung in allen Einrichtungen laufe in vollem Umfang weiter.

Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)

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Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)
Foto: Christian Charisius/dpa

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Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)
Foto: Christian Charisius/dpa

Betroffene Insolvenz-Kitas: Das ändert sich

  • Ettlingen: Die Stadt Ettlingen hat signalisiert, die beiden Kitas künftig selbst übernehmen und unter eigener Trägerschaft weiterführen zu wollen. Die beiden Kitas, für die ein laufender Vertrag zwischen der Stadt und PLL besteht, werden bis zu einer endgültigen Entscheidung unter der bisherigen Trägerschaft mit Stabilität, Verlässlichkeit und gewohnter Qualität fortgeführt.
  • Pforzheim: Die beiden Kitas, für die ein laufender Vertrag besteht, sollen geordnet auf einen anderen Träger übertragen werden. Bis dies möglich ist, werden die Kitas unter der bisherigen Trägerschaft mit Stabilität, Verlässlichkeit und gewohnter Qualität fortgeführt.
  • Marxzell (Burbach): In der Kita, für die ein laufender Vertrag besteht, läuft der Betrieb in vollem Umfang weiter, bis in enger Abstimmung mit der Gemeinde eine Entscheidung getroffen werden kann. Geplant ist dies im Laufe des Sommers.
  • Bad Schönborn: In der Kita, für die ein laufender Vertrag besteht, läuft der Betrieb in vollem Umfang weiter, bis in enger Abstimmung mit der Gemeinde eine Entscheidung getroffen werden kann.

Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)

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Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)
Foto: Wolf von Dewitz/dpa

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Karlsruher Kita-Betreiber streichen nach Insolvenz 65 Stellen. (Symbolbild)
Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Insolvenzverfahren könnten im Herbst enden

Das Amtsgericht Karlsruhe hatte die Insolvenzverfahren der Pro-Liberis gGmbH und Lenitas gGmbH zum 1. April 2026 planmäßig eröffnet. Im Herbst könnte es nun formal abgeschlossen werden.