„Am vergangenen Wochenende sind alle an ihre Grenzen gelangt“, teilt Gilmore Scott, stellvertretender Rettungsdienstleister bei ProMedic, dieser Redaktion mit. Es sei sowohl für Personal als auch Material eine „Belastungsprobe“ gewesen.

Extremhitze belastet Rettungskräfte in Karlsruhe

Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad hat am 27. und 28. Juni die Rettungsdienste in Stadt- und Landkreis Karlsruhe massiv belastet. Allein am Samstag, 27. Juni, haben sich die Notrufe nahezu verdoppelt. Die Karlsruher Rettungsdienste stellten daraufhin kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge und Personal bereit.

Der Hitzesamstag, 27. Juni, in der Karlsruher Innenstadt.

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Der Hitzesamstag, 27. Juni, in der Karlsruher Innenstadt.
Foto: Thomas Riedel

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Der Hitzesamstag, 27. Juni, in der Karlsruher Innenstadt.
Foto: Thomas Riedel

Es war der Höhepunkt einer lang anhaltenden Hitzeperiode in Karlsruhe und ganz Baden-Württemberg. Freibäder wurden wegen Überfüllung geschlossen, die Karlsruher Zootiere bekamen kühle Extras – überall herrschte Ausnahmezustand. Neben hitzebedingten Einsätzen,kamen Blaulicht-Einsätze hinzu – beispielsweise als zwei Personen Reizgas in der Innenstadt versprühten.

Erst der Wochenbeginn brachte etwas Abkühlung. In einigen Orten in Baden-Württemberg gilt noch eine Gewitterwarnung, doch schon bald könnten die Temperaturen wieder auf 40 Grad steigen. Für die Rettungskräfte ist die starke Hitze eine hohe Belastung.

Fahrzeuge sind eigentlich ausreichend klimatisiert

Die Rettungsfahrzeuge von ProMedic seien ausreichend klimatisiert und würden regelmäßig gewartet. Ähnlich äußern sich auf Anfrage der Redaktion auch die Karlsruher Rettungsdienste Medi Ambulanz sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe zum Zustand ihres Fuhrparks.

Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Verletzten. (Symbolbild)

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Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Verletzten. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Verletzten. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Trotzdem bringe extreme Hitze Herausforderungen mit sich, die selbst eine leistungsstarke Klimaanlage nicht vollständig ausgleichen könne, so Scott. Stehen Fahrzeuge längere Zeit in der Sonne, steigt die Innentemperatur demnach trotz Isolierung spürbar an. Auch am Einsatzort könne sich der Innenraum schnell aufheizen, erklärt er: etwa wenn die Türen länger offen stehen.

Wie wird die Einsatzbereitschaft gewährleistet?

Eine festgelegte Innentemperatur, ab der ein Rettungswagen außer Dienst genommen wird, gebe es nicht, teilen die Johanniter-Unfall-Hilfe und die Medi Ambulanz der Redaktion mit. Entscheidend sei vielmehr, dass eine sichere und fachgerechte Patientenversorgung jederzeit gewährleistet bleibe.

Rettungsdienst im Einsatz. (Symbolbild)

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Rettungsdienst im Einsatz. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel

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Rettungsdienst im Einsatz. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel

Um die Einsatzbereitschaft während der Hitzewelle sicherzustellen, werden die Fahrzeuge nach Möglichkeit im Schatten abgestellt und außerhalb der Einsätze in kühlen Hallen untergebracht. ProMedic halte zudem für jedes eingesetzte Fahrzeug ein Ersatzfahrzeug vor. Auf diese Reserve habe man aufgrund der Hitze auch zurückgreifen müssen: „Am Wochenende haben wir die Einsatzfahrzeuge mit Reservefahrzeugen aus der Halle getauscht“, sagt Scott.