Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Klitschko meldet Angriffe auf Kiew

Aktualisiert am 01.07.2026 – 23:54 UhrLesedauer: 17 Min.

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Vitali Klitscko berichtet von schweren Angriffen auf die ukrainische Haupstadt. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Ovsiannikova Yuliia/Ukrinform/ABACA/imago)

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Ein Aluminiumwerk in Irland wird zum Problem für Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wird erneut angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Angriffe auf Kiew gemeldet

Russische Streitkräfte greifen erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen an. Augenzeugen erklären Reuters, dass durch den Angriff ein Feuer in einem Gebäude am zentralen Schewtschenko-Boulevard ausgebrochen ist und das Dach in Flammen steht.

Rettungskräfte seien zum Einsatzort ausgerückt, teilt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Ihm zufolge sind Trümmerteile von Gebäuden im Stadtzentrum sowie in einem nordöstlichen Vorort zu Boden gestürzt. Ein weiterer Augenzeuge berichtet von Explosionen in den westlichen Bezirken der Hauptstadt.

Ukraine billigt Prozess für Waffenexport

Die ukrainische Regierung hat am Mittwoch einen Mechanismus für den Export seiner Waffen gebilligt. „Die Regierung hat den ersten transparenten Mechanismus für den Export ukrainischer Waffen beschlossen“, erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow. Andere Länder könnten „ukrainische Waffen und Technologien kaufen und direkt mit ukrainischen Herstellern zusammenarbeiten“, fügte er hinzu.

Ukrainische Armee schlägt Alarm: „Wie im Ersten Weltkrieg“

Putins Krieg in der Ukraine kommt zum Stillstand. Ein ukrainischer Spitzenmilitär zieht einen historischen Vergleich. Auch in der russischen Bevölkerung dreht die Stimmung. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Selenskyj warnt vor russischem Großangriff in der Nacht

Russland will nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch am Mittwoch einen massiven Angriff auf die Ukraine ausführen. Das sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Dublin am Rande der Zeremonie zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland. Alle ein bis zwei Wochen führe Russland massive Angriffe mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen verschiedener Art aus, so der ukrainische Staatschef.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260701-99-926312Vergrößern des BildesDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Dublin. (Quelle: Niall Carson)

„Heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs“, sagte Selenskyj. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Die Menschen in seinem Land rief er auf, Alarmsignale zu beachten und Schutzräume aufzusuchen.

Tags zuvor hatten bereits der Bürgermeister der westukrainischen Großstadt Iwano-Frankiwsk, Ruslan Marzinkiw, und der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, die Bevölkerung vor einem möglichen größeren russischen Angriff für die Nacht zum Mittwoch gewarnt.

Selenskyj knöpft sich Irland vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einladung zum Start der irischen EU-Ratspräsidentschaft für scharfe Kritik an Geschäftsmöglichkeiten russischer Oligarchen in Europa genutzt. Es gebe Firmen in europäischen Ländern, „deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten“, sagte der ukrainische Staatschef bei einer Rede in Dublin. Diese seien im Besitz oder praktisch unter der Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. „Sie versorgen den Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt“, so Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen Russland entsprechend zu erweitern.