Am Dienstag, 14. Juli, macht das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes erneut Station in Wegberg. Von 11 bis 13 Uhr können Bürgerinnen und Bürger auf dem Rathausplatz Wasserproben aus ihrem Gartenbrunnen abgeben und direkt erste Untersuchungsergebnisse erhalten. Das Angebot richtet sich an alle, die wissen möchten, wie sie ihr Brunnenwasser sicher nutzen können.
Gerade in den trockenen Sommermonaten steigt der Wasserbedarf im Garten. Der Verein möchte deshalb dazu beitragen, dass möglichst häufig Brunnenwasser statt wertvollem Trinkwasser für die Bewässerung verwendet wird. Voraussetzung dafür ist jedoch, die Qualität des Wassers zu kennen. Denn Brunnenwasser kann unter anderem mit Nitrat, Eisen, Bakterien oder anderen Stoffen belastet sein.
Die Gewässerexperten Milan Toups und Gunther Hagner nehmen die Wasserproben entgegen und untersuchen im Labormobil gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Die Ergebnisse liegen noch während der Aktion vor und werden den Brunnenbesitzern direkt erläutert.
Auf Wunsch können weitere Parameter untersucht werden. Diese zusätzlichen Analysen geben Aufschluss darüber, ob das Wasser beispielsweise zum Gießen von Gemüse oder zum Befüllen von Planschbecken und Gartenteichen geeignet ist. Darüber hinaus erhalten die Brunnenbesitzer eine Einschätzung, ob das Wasser in einer Notsituation grundsätzlich als Trinkwasser infrage kommen könnte. Die ausführlichen Ergebnisse werden anschließend in Form eines Gutachtens per Post zugestellt.
Damit die Untersuchung zuverlässige Ergebnisse liefert, empfiehlt der Verein, die Probe in einer 0,5-Liter-Kunststoffflasche abzugeben. Diese sollte zunächst geleert, mehrfach mit Brunnenwasser ausgespült und anschließend randvoll befüllt werden, ohne Flasche oder Deckel von innen zu berühren.
Am Informationsstand präsentieren die Fachleute außerdem Auswertungen aus rund 30 Jahren Brunnenwasseranalysen in der Region. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nitratbelastung vieler Brunnen bislang nicht im erhofften Maße zurückgegangen ist. Gleichzeitig hätten Untersuchungen ergeben, dass insbesondere nach Starkregen häufiger Bakterien im Brunnenwasser nachgewiesen werden. Ursache seien oft undichte Brunnen, in die verschmutztes Regenwasser eindringen könne.
Der VSR-Gewässerschutz rät deshalb dazu, die Wasserqualität regelmäßig überprüfen zu lassen. So könnten mögliche Gesundheitsrisiken frühzeitig erkannt und die Eignung des Wassers für verschiedene Einsatzzwecke zuverlässig beurteilt werden.
Ergänzend bietet der Verein jeden Donnerstag von 10 bis 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831 9763342 an. Der 1980 gegründete VSR-Gewässerschutz setzt sich bundesweit für den Schutz von Grundwasser und Gewässern ein und ist bei der Untersuchung von Brunnenwasser auf die Unterstützung privater Brunnenbesitzer angewiesen.