
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Dublin. (Quelle: Niall Carson)
„Heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs“, sagte Selenskyj. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Die Menschen in seinem Land rief er auf, Alarmsignale zu beachten und Schutzräume aufzusuchen.
Tags zuvor hatten bereits der Bürgermeister der westukrainischen Großstadt Iwano-Frankiwsk, Ruslan Marzinkiw, und der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, die Bevölkerung vor einem möglichen größeren russischen Angriff für die Nacht zum Mittwoch gewarnt.
Selenskyj knöpft sich Irland vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einladung zum Start der irischen EU-Ratspräsidentschaft für scharfe Kritik an Geschäftsmöglichkeiten russischer Oligarchen in Europa genutzt. Es gebe Firmen in europäischen Ländern, „deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten“, sagte der ukrainische Staatschef bei einer Rede in Dublin. Diese seien im Besitz oder praktisch unter der Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. „Sie versorgen den Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt“, so Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen Russland entsprechend zu erweitern.
In Irland hatte zuletzt der Export von Aluminiumoxid im Wert von 308 Millionen Dollar nach Russland für Debatten gesorgt. Das Rohmaterial dient zur Herstellung von Aluminium, ist aber auch für die Rüstungsproduktion von großer Bedeutung. Die Aluminiumraffinerie Aughinish – laut „Euromaiden“ Europas größte – in der irischen Grafschaft Limerick war deswegen in die Schlagzeilen geraten. Aughinish gehört dem russischen Aluminiumkonzern Rusal. Dessen Mehrheitsaktionär ist der sanktionierte Russe Oleg Deripaska.
Der irische Regierungschef Micheál Martin betonte, sein Land wolle „nicht in einer Position sein, in der Material aus einer Fabrik in Irland die russische Kriegsmaschinerie unterstützt.“ Eine entsprechende Untersuchung stehe kurz vor dem Abschluss. Man werde dann mit der EU-Kommission über das weitere Vorgehen beraten, so Martin.
Wegen Kriegsverbrechen: Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – Anklage gegen Ukrainer
Serhij K. soll eine siebenköpfige Crew angeführt haben, die 2022 die Nord-Stream-Pipelines gesprengt haben soll. Nun gibt es in dem Fall eine erste Anklage. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Loading…
Loading…
Loading…