In dieser Woche wird die Landeshauptstadt entlang des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers erneut einen separaten Radweg einrichten, der baulich vom übrigen Straßenverkehr abgetrennt ist. Er soll zum Maschseefest Hannover sicherstellen, dass der Fahrradverkehr während des Festes und zum Auf- und Abbau reibungslos funktioniert. Vom 2. Juli um 20 Uhr bis zum 20. August 2026 wird der Radweg auf der Ostseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers zwischen Altenbekener Damm und Kurt-Schwitters-Platz in Richtung Stadt auf die Straße umgeleitet. Der Weg für Radfahrer auf der Maschsee Seite kann dann nicht mehr benutzt werden.
Warum kein dauerhafter Radweg?

So sollte es aussehen – Vorbildlicher Radweg in Lille (Frankreich)
Radfahrer am Maschsee wissen, dass der dortige Radweg zwar gut ausgebaut ist, in den Sommermonaten aber trotzdem nur bedingt nutzbar ist. Ständig kreuzende Fußgänger von den Parkplätzen am Seeufer und Inlineskater behindern den Radverkehr bei schönem Wetter erheblich.
Die Fahrbahn am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist breit genug für einen temporären Radweg, also sicherlich auch für eine permanente Fahrradspur. Für den Autoverkehr sind maximal 7 Meter für zwei Fahrspuren erforderlich. Es bleiben mindestens drei Meter für eine Protected-Bike-Lane auf der stadteinwärts liegenden Seite. Mit dem Rückbau der Culemannstraße durch den Maschpark wäre dies der nächste logische Schritt. Zwischen Maschsee Nordufer und Altenbekener Damm kann das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer auf zwei reguläre Fahrspuren beschränkt werden. Kostensparend könnte der temporäre Radweg zunächst verstetigt werden.
Achim Brandau
Der Auf- und Abbau erfolgt jeweils während der Nacht. Aus diesem Grund wird das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ab Donnerstag, dem 2. Juli, um 20 Uhr, bis Freitag, dem 3. Juli, um 6 Uhr, zwischen dem Kurt-Schwitters-Platz (Sprengel Museum) und dem Altenbekener Damm in Richtung Döhren als Einbahnstraße ausgewiesen. Währenddessen wird der Verkehr in Richtung Stadtzentrum über den Altenbekener Damm und die Hildesheimer Straße umgeleitet. Am 20. auf den 21. August wird der temporäre Radweg in der Nacht abgebaut, nach derselben Regelung wie zuvor.
Die Einrichtung erweitert den bestehenden gemeinsamen Rad- und Fußweg um eine Fahrspur auf der Straße. Hohe stählerne Leitwände trennen sie baulich vom übrigen Straßenverkehr ab. Radfahrerinnen und Radfahrer fahren in die Stadt hinein und bewegen sich dabei parallel zum Verkehr der Autos. Sie teilen sich den Weg stadtauswärts mit Fußgängern. Durch die Vergrößerung des Radweges auf der östlichen Seite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers und die Schließung auf der Seeseite während des gesamten Festes und der anliegenden Bauphasen wird eine konsistente Regelung eingeführt. Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist für Autos in beiden Richtungen befahrbar. Es besteht auf beiden Seiten eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Bildquellen:
- Verkehrsinformationen: www.hannover-entdecken.de
- Anfahrtskizze zum Maschseefest: ÜSTRA
- Maschseefest: www.hannover-entdecken.de
Kategorie: Mobilität, Südstadt-Bult