Umkämpfte Midterms
Umfrage lässt Trump hoffen
02.07.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Donald Trump greift vor den Zwischenwahlen zu einem ungewöhnlichen Mittel. (Archivbild) (Quelle: Brian Snyder/reuters)
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Im November werden Zwischenwahlen in den USA abgehalten. Trump muss um seine Mehrheiten zittern und ändert seine Taktik.
Eigentlich finden große Parteitage in den USA nur alle vier Jahre vor der Präsidentschaftswahl statt. Nun bricht US-Präsident Donald Trump mit der Tradition. Er dringt darauf, mit seinen Republikanern eine Convention auch vor den im November anstehenden Kongress-Zwischenwahlen abhalten. Die Veranstaltung werde im September in Dallas stattfinden, verkündete der US-Präsident am Dienstag. „Es wird fantastisch! So etwas hat es noch nie gegeben, und es wird ein wahrhaft historisches Ereignis sein.“
Trump reagiert mit dem ungewöhnlichen Schritt auf sinkende Umfragewerte. Doch könnten im jüngste Erhebungen der Zeitung „New York Times“ Hoffnung machen. Das linksliberale Blatt ermittelte vor den Zwischenwahlen im November in sechs besonders umkämpften Bundesstaaten die Stimmung: Alaska, Iowa, Maine, North Carolina, Ohio und Texas. Das Ergebnis: „Würde die Wahl jetzt stattfinden, wären die Republikaner in genügend Bundesstaaten im Vorteil, um die Kontrolle über den Senat zu behalten.“
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Derzeit kommen Trumps Republikaner im Senat auf 53 Sitze, die Demokraten auf 47. Laut der Umfrage der „New York Times“ liegen die Demokraten allein in Maine und North Carolina vorn, in Texas liegen beide Kandidaten Kopf an Kopf, in Alaska, Iowa and Ohio führen aber die Republikaner. Demnach würde es für die Demokraten nicht reichen, um die Mehrheit im Senat zu übernehmen.
Sonder-Parteitag in Dallas im September
Bei den sogenannten Midterms am 3. November stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Die Demokraten hoffen, bei den Wahlen zumindest in einer der beiden Parlamentskammern die Mehrheit zu erringen. Dies würde Trump das Regieren deutlich erschweren.
Trump steuert nun dagegen. Auf dem Sonder-Parteitag will Trump wohl seine Verdienste würdigen lassen. „Dallas wird am 9. und 10. September im Mittelpunkt stehen, wenn wir unsere Nation, unsere Errungenschaften und unsere glänzende Zukunft feiern“, schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social.
Zudem hoffen die Republikaner, von einem am Dienstag verkündeten Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA profitieren zu können. Der Supreme Court kippte Regeln zur Begrenzung der Wahlkampffinanzierung durch Parteien. Unter anderem der heutige Vizepräsident JD Vance hatte gegen die seit Jahrzehnten bestehenden Vorgaben geklagt. Allgemein wird erwartet, dass die Aufhebung der Begrenzungsregeln eher den Republikanern zugutekommt.
