DTM am Norisring
Warum das umstrittene Rennen für Nürnberg wirtschaftlich wichtig ist
02.07.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Autos auf dem Norisring (Archivbild): Das Event lockt alljährlich Zehntausende Menschen in die Stadt. (Quelle: IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto/imago)
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Der Norisring steht für einen Spagat: Einerseits gibt es Kritik am Ressourcenverbrauch, andererseits ein Event, das für die Stadt wichtig ist.
Das DTM-Rennen am Norisring ist umstritten: Ein Motorsportevent mitten in der Stadt, wie an diesem Wochenende, passt für viele nicht mehr in die Zeit. Gleichzeitig lockt das Wochenende nach Veranstalterangaben rund 135.000 Besucher an und ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Während das DTM-Rennen wegen Umweltaspekten immer wieder Kritik hervorruft, ergibt sich für die Stadt auch ein positiver Effekt: Denn am Rennwochenende ziehe die Nachfrage nach Übernachtungen deutlich an, erklärt eine Sprecherin der Congress- und Tourismus-Zentrale (CTZ) Nürnberg auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online. Vor allem am Freitag und Samstag gebe es eine besonders starke Nachfrage nach Übernachtungen. Und dieses Muster sei seit Jahren stabil. Trotz aller Diskussionen erfreut sich das Event weiterhin großer Beliebtheit.
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DTM am Norisring: Ein umstrittenes Rennen mit Tradition
Nach Angaben des Veranstalters kommen im Durchschnitt rund 135.000 Besucher pro Wochenende. Das Speedweekend wird 2026 zum 83. Mal ausgetragen, seine Tradition reicht bis 1947 zurück. Die DTM gastiert seit den späten 1980er-Jahren am Norisring, wo das Rennen heute als einer der Höhepunkte ihres Kalenders gilt.
Gesonderte Daten zur Herkunft der Gäste am Rennwochenende liegen der Tourismuszentrale nicht vor. Nur so viel: Im Juli insgesamt stammten demnach rund 60 Prozent der Übernachtungsgäste aus Deutschland, etwa 40 Prozent aus dem Ausland – vor allem aus den USA, den Niederlanden und Österreich.
Veranstalter verweist auf Umweltmaßnahmen
Umweltschützer und Aktivisten kritisieren seit Langem, dass durch das Rennen überdurchschnittlich viel CO2 und Feinstaub ausgestoßen wird. Zudem sehen sie eine große Belastung durch den zusätzlichen Lärm. 2023 verschafften sich Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ und von „Extinction Rebellion“ Zutritt zur Strecke und verzögerten mit gefärbtem Öl den Start des Sonntagsrennens. Sie protestieren mittlerweile nahezu jährlich gegen das Rennen, zuletzt 2025 mit Kreideparolen am Haupteingang und einer Fahrraddemo.

