Besuch am 27. Januar 2026 bei Springreiter Christian Ahlmann in Marl-Frentrop.


Wird bei den Weltreiterspielen in Aachen nur Zuschauer sein: Springreiter Christian Ahlmann aus Marl. © Olaf Krimpmann

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Die Weltreiterspiele im eigenen Land, dann auch noch in Aachen, dem „Mekka“ des Reitsports, waren sein erklärtes Ziel. Daraus wird nichts. Springreiter Christian Ahlmann wurde nicht für die deutsche Equipe nominiert.

Wie der deutsche Verband FN jetzt bekanntgab, nominierte Bundestrainer Otto Becker folgende Reiterinnen und Reiter: Daniel Deußer, Sophie Hinners, Andre Thieme und Richard Vogel. Als Ersatz vorgesehen sind Marcus Ehning und Christian Kukuk.

Zuletzt erfolgreich in Paris

Christian Ahlmann hatte sich in den vergangenen Wochen zuversichtlich gezeigt: Die Heim-WM in Aachen sei für ihn allemal ein Ziel, hatte der Marler im Gespräch mit dieser Redaktion gesagt.

Mit seinen 51 Jahren gilt der Marler als sehr erfahren. Etliche Welt- und Europameisterschaften ist der zweifache Familienvater bereits geritten, war bei Olympischen Spielen dabei.

Erst vor gut zehn Tagen (21. Juni 2026) machte Christian Ahlmann auf sich aufmerksam, indem er bei der Global Champions Tour (GCT) in Paris das Stechen der Hauptprüfung erreichte und mit dem zehnjährigen Hengst Untouched den vierten Platz erzielte. Ahlmann weilt aktuell in Monte Carlo, wo die nächste Station der GCT ansteht.

In der Weltrangliste ist Christian Ahlmann aktuell auf Platz 49 notiert, der Marler ist damit im Ranking der fünftbeste deutsche Reiter.

Olympia 2028 ist im Blick

Und das ist auch der Punkt: „Im Moment haben wir geballte Qualität im deutschen Team. Ich hatte ein wenig Pech, dass Dourkhan Hero (sein für die Weltreiterspiele vorgesehenes Pferd; die Red.) zwischenzeitlich verletzt war. Und Untouched fehlt es noch an Erfahrung“, so der Marler.

Im Telefonat zeigte sich der Marler damit wenig überrascht über seine Nichtnominierung. Trotz seiner jetzt 51 Jahre blickt Christian Ahlmann voraus: „Spätestens in ein, zwei Jahren gilt es, ready top go zu sein.“

2027 stehen die Europameisterschaften der Springreiter im belgischen Waregem an. 2028 dann noch einmal Olympische Spiele in Los Angeles. Nach Athen, Peking, London und Rio de Janeiro wären dies die fünften Olympischen Spiele für den Marler. Der damit noch lange nicht ans Aufhören denkt.