Endlich haben die Duisburger Philharmoniker ihre Pläne für die kommende Saison 2026/27 bekannt gegeben. Es ist die erste unter dem neuen Generalmusikdirektor Stefan Blunier, der sich hier schon oft als Gastdirigent bewährte (die RP berichtete) und das Orchester mit vielen frischen Ideen noch mehr in der Gesellschaft unserer Stadt verankern und verbreiten möchte.
Neu sind die kurzen Vor-, Zwischen- und Nachspiele, die Blunier in allen sechs von ihm dirigierten Philharmonischen Konzerten bereithält und die erst am Abend verraten werden – er verspricht „knappe Kleinode“. Neu ist auch eine Konzertreihe namens „Die andere Reihe“, die das Angebot um neue Perspektiven und offenere Zugänge erweitern soll. Da bekommt das Publikum außerdem ein „materielles Goodie“, so der noch nur designierte GMD gegenüber der Presse.
Zum Auftakt am 4. Oktober in der Gebläsehalle im Landschaftspark Nord erklingen die allseits bekannten „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Solist und musikalischer Leiter ist Henry Flory, Zweiter Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker, Blunier assistiert am Cembalo.
Neu geschaffen wurde ferner die Position eines „Conductor in Residence“, das ist ein fester Gastdirigent, darauf berufen wurde der prominente italienische Musiker Alessandro De Marchi. Gleich im ersten Philharmonischen Konzert am 23. und 24. September präsentiert er Musik der Spätromantik und der frühen Moderne von italienischen Tonschöpfern. Das Herzstück dabei sind die beliebten „Folk Songs“ von Luciano Berio, gesungen von der Star-Mezzosopranistin Magdalena Kozená.
De Marchi leitet auch das Neujahrskonzert am 1. Januar mit Werken der italienischstämmigen Filmkomponisten Henry Mancini, Nino Rota und Ennio Morricone.
Die Saxophonistin Asya Fateyeva konnte als neue „Artist in Residence“ (Gastkünstlerin) gewonnen werden. Im vierten Philharmonischen Konzert am 16. und 17. Dezember ist sie die Solistin in der Uraufführung des rockigen Konzerts für Saxophon und Orchester des mexikanischen Komponisten Enrico Chapela.
Trotz steigender Sparzwänge blicken die Duisburger Philharmoniker optimistisch in die Zukunft. Sie wollen weiterhin einen wichtigen Beitrag für Demokratie und Zusammenhalt leisten. Der Vertrag des Intendanten Niels Szczepanski wurde gerade erst um weitere fünf Jahre verlängert und im Herbst des kommenden Jahres soll das 150-jährige Bestehen des Orchesters unserer Stadt groß gefeiert werden.