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Bochum – Puuuuuuh! Bochums Maxi Wittek (30) kann aber mal ganz tief durchatmen. Eine scheinbar harmlose Verletzung entwickelte sich beinahe zu einem Drama. Trotz einer 21 Zentimeter langen XXL-Narbe hatte der beliebte VfL-Profi aber mächtig Glück im Unglück…
Nach einem vermeintlich normalen Zweikampf mit Bielefelds Monju Momuluh (24/Knie auf Oberschenkel) musste Wittek am 2. Mai ausgewechselt werden. Große Sorgen machte sich da aber noch niemand.

Nach sechs Wochen Pause ist Maxi Wittek (32) jetzt zurück auf dem Rasen
Foto: picture alliance/firo Sportphoto
Im hauseigenen Bochum-Podcast „meinVfL“ spricht Wittek jetzt über die durchaus dramatischen Stunden danach. Sein linkes Bein sei daheim immer dicker geworden, der Druck größer. Er sagt: „Ich hatte unserem Arzt Mark Sandfort geschrieben, dass ich probieren werde zu schlafen – was ich Gott sei Dank nicht gemacht habe, weil es nicht geklappt hat.“ Als der Schmerz noch schlimmer wurde, bestellte Sandfort den leidenden Wittek sofort in die Bochumer Knappschaft Kliniken.
Schnelles Handeln von VfL-Arzt verhindert Amputation
Diagnose: das seltene Kompartmentsyndrom (Mangeldurchblutung des Gewebes). Behandlung: Not-OP! Wittek: „Wenn ein paar Stunden zu viel vergehen, kann das böse enden. Im schlimmsten Fall hätte man das Bein abnehmen müssen. Durch die schnelle Handlung von Mark ist es aber nicht so weit gekommen. Ich bin ihm unendlich dankbar.“
Bei der OP wurde das Bein komplett aufgeschnitten, damit der Druck von selbst entweichen kann. Bei zwei weiteren Operationen wurde die Narbe (17 Stiche/21 Zentimeter) eine Woche später wieder geschlossen. Wiederum drei Tage darauf musste der Oberschenkel erneut geöffnet werden, weil sich durch den eigentlichen Schlag ein Hämatom auf den Knochen abgesetzt habe und deshalb laut Wittek „sehr viel altes Blut“ entfernt werden musste.
Vier Eingriffe in nur zehn Tagen! Das Riesenglück: Die Amputation wurde dadurch verhindert. Und der Muskel blieb gänzlich unverletzt. Jetzt ist Wittek nach sechs Wochen Pause wieder zurück, steigert aktuell seine Belastung. Aber sogar schon Übungen mit seinen Teamkameraden waren drin. Wenn alles gut läuft, könnte er beim Zweitliga-Auftaktspiel gegen Hertha (7. August/20.30 Uhr) bereits wieder dabei sein.