Das Nord-Stream-2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft, 27. September 2022.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 02.07.2026 21:37 Uhr

21:27 Uhr

Tote und Verletzte im Südosten der Ukraine

In der Ukraine sind bei verschiedenen russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk im Verlauf des Tages nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere seien verletzt worden, schrieb der regionale Militärgouverneur, Olexander Hanscha, bei Telegram. Die russischen Streitkräfte hätten demnach die Kreise Dnipro, Nikopol und Synelnykowe mit Artillerie, Drohnen, Gleitbomben und einer Rakete attackiert. Im südöstlichen Gebiet Saporischschja wurden laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sieben Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Vier davon seien Minderjährige gewesen. (Quelle: dpa)

20:54 Uhr

Selenskyj drängt auf eigene Produktion für Patriot-Raketen

Nach dem jüngsten massiven Luftangriff auf Kiew drängt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf eine eigene Produktion für US-amerikanische Patriot-Raketen. In seiner abendlichen Videobotschaft sprach Selenskyj von einer europäischen Produktion in der Ukraine oder mit Partnern. Den USA stellte er in diesem Fall Unterstützung bei Einsätzen in Aussicht. Der Westen hatte der Ukraine zur Luftabwehr unter anderem Patriot-Flugabwehrsysteme geliefert. Doch deren Raketen sind teuer und rar, besonders seit dem Iran-Krieg. Selenskyj hofft nun darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen in Lizenz erlauben. (Quelle: dpa)

Ukraine-Krieg Kiew

20:05 Uhr

Ermittler vermuten ukrainischen Plan hinter Nord-Stream-Anschlägen

Ermittler der Bundesanwaltschaft vermuten, dass die Pläne für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine entwickelt wurden. Das geht aus Einzelheiten der Anklage gegen einen früheren ukrainischen Offizier hervor, welche die Karlsruher Behörde veröffentlichte. Die Sabotage-Aktion sollte Gaslieferungen über die Pipelines demnach dauerhaft stoppen, damit Russland die Einnahmen nicht zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs nutzen konnte. Bei den Anschlägen im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. (Quelle: AFP)

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19:26 Uhr

Drohnenangriffe treiben russische Ölexporte auf Rekordhoch

Die Ölexporte aus den westlichen Häfen Russlands erreichen Insidern zufolge wegen der anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien ein Rekordhoch. Im Juni seien fast drei Millionen Barrel pro Tag verschifft worden, und auch im Juli dürfte dieses Niveau gehalten werden, sagten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Branche. Da die Angriffe die heimischen Raffineriekapazitäten einschränkten, sei Moskau gezwungen, mehr Rohöl zu exportieren, um eine Drosselung der Förderung zu vermeiden. (Quelle: Reuters)

17:26 Uhr

Selenskyj verspricht Vergeltung nach Angriff auf Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vergeltung für den massiven russischen Angriff auf Kiew mit mehr als 20 Toten angekündigt. „Wir sind für einen gerechten Frieden, eine gerechte Beendigung des Kriegs, und solange es das nicht gibt, für gerechte Reaktionen“, sagte er an einem der Einschlagsorte in der Hauptstadt. (Quelle: dpa)

17:22 Uhr

Drohnenangriff auf belarussischen Bus

Bei einem Drohnenangriff auf einen belarussischen Reisebus in der belarussisch-russischen Grenze sind Berichten zufolge zwei Menschen verletzt worden. Das haben staatliche Medien unter Berufung auf die Regionalregierung berichtet. Der Vorfall habe sich am Grenzübergang Krasny Kamen in der russischen Grenzregion Brjansk ereignet. Bei den Verletzten handele es sich um die beiden Fahrer des Busses, der auf dem Weg von Minsk in den Badeort Anapa am Schwarzen Meer war. Die Ukraine weist Vorwürfe zurück, für den Angriff verantwortlich zu sein. Kiew spricht von einer Provokation Moskaus und einer „Operation unter falscher Flagge“. (Quelle: Reuters)

16:40 Uhr

Kallas kündigt Reaktion auf russische Luftangriffe an

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach den jüngsten russischen Angriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte neue Sanktionsvorschläge angekündigt. Demnach sollen Einrichtungen sanktioniert werden, „die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen“. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Dienst der EU erfuhr, sollen die neuen Sanktionen gegen fünf Einrichtungen und eine Einzelperson verhängt werden, die an der Entwicklung und Herstellung von Komponenten beteiligt sind, mit denen die Fähigkeiten russischer Drohnen verbessert werden. Nur eine anhaltende militärische Unterstützung der Ukraine könne die russischen Angriffe stoppen. (Quelle: dpa)

16:38 Uhr

Update: Mindestens 21 Tote in Kiew bei schweren Luftangriffen auf Ukraine

Angriffe auf Kiew

Rettungskräfte sind nach einem russischen Angriff in Kiew mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Bei den schweren russischen Luftangriffen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach jüngsten Behördenangaben mindestens 21 Menschen getötet worden. Weitere 86 seien verletzt worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach vom schwersten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt seit Kriegsbeginn. Auch in anderen ukrainischen Städten wie Saporischschja, Pawlohrad, Sumy und Charkiw gab es Explosionen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj richtete sich der Hauptangriff jedoch gegen Kiew.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei dem Angriff 74 Raketen und 496 Drohnen ein. Luftwaffensprecher Juri Ihnat erklärte, die Zahl der ballistischen Raketen sei ungewöhnlich hoch und die Abfangquote niedrig gewesen. Russland bezeichnete den Großangriff als Vergeltung für ukrainische Angriffe auf zivile Infrastruktur. (Quellen: Reuters, dpa, AFP)

Mehrere zerstörte Gebäude und Autos in Kiew. Feuerwehrmänner und Rettungskräfte sind vor Ort.

13:46 Uhr

Nord-Stream-Anschlag: Anklage des Generalbundesanwalts

Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat der Generalbundesanwalt Anklage gegen den ukrainischen Offizier Serhii K. wegen eines Kriegsverbrechens, einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung von Bauwerken erhoben. Das teilte die Bundesanwaltschaft. Das Verfahren soll vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg stattfinden. Serhii K. bestreitet eine Beteiligung. (Quelle: Reuters)

13:27 Uhr

Bundesregierung verurteilt Angriffe auf Kiew

Die Bundesregierung hat die jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew und weitere Teile der Ukraine auf das Schärfste verurteilt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte, die erschütternden Bilder zeigten, dass Russland seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit unverminderter Brutalität fortsetze. Russlands Präsident Wladimir Putin zeige keinerlei Verhandlungsbereitschaft. Er setze weiter auf Raketen- und Drohnenterror. (Quelle: Reuters)

Auswärtiges Amt

Audio

Die Bundesregierung hat die jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew und weitere Teile der Ukraine auf das Schärfste verurteilt.

08:01 Uhr

Russland meldet einen Toten durch ukrainischen Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Nischni Nowgorod ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch getötet worden. Zudem seien vier Personen verletzt und eine Industrieanlage beschädigt worden, teilte Regionalgouverneur Gleb Nikitin mit. In der Region befindet sich unter anderem die Norsi-Ölraffinerie, die zu den größten Raffinerien in Russland gehört. (Quelle: Reuters)

00:16 Uhr

Studie: Mehr als zwei Millionen Soldaten Opfer im Ukraine-Krieg

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden Ukraine-Krieg sind einer Studie zufolge mehr als zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder als vermisst gemeldet worden. „Die kombinierten russischen und ukrainischen Verluste haben zwei Millionen überschritten“, heißt es in einer Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. Den Großteil der Verluste tragen demnach die russischen Streitkräfte. (Quelle: AFP)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 01. Juli 2026

Die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölindustrie und Logistik verschärfen nach Ansicht von Ex-Nato-General Erhard Bühler die Treibstoffkrise in Russland. Wie Bühler im Podcast „Was tun, Herr General?“ erklärte, wird in 78 russischen Regionen mittlerweile der Treibstoff knapp.

Nach den Nord-Stream-Anschlägen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher erhoben. Das bestätigte die Kanzlei des angeklagten Ukrainers. Nach übereinstimmenden Berichten werden dem Mann Kriegsverbrechen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken zur Last gelegt. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Prozesses entscheiden.

Bei einem russischen Raketenangriff sind nach ukrainischen Behördenangaben im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit.

Mitten im Geschichtsstreit mit Polen hat das Parlament der Ukraine mit großer Mehrheit die Errichtung eines „Pantheon“ beschlossen. In der Gedenkstätte in Kiew sollen „herausragende Vertreter der ukrainischen Nation“ geehrt werden.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Mittwoch, 2. Juli 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.