„Rote Bänke“ sind Signale gegen häusliche Gewalt. Auf ihnen angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können.

Roderbruchmarkt
Einweihung der roten Bank am Roderbruchmarkt

Einweihung der roten Bank am Roderbruchmarkt vl.n.r.: Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen, Maria Heitmüller-Schulze, DRK-Secondhand-Shop Roderbruch, Christiane Sieg, Gundlach-Seniorenservice Roderbruch
Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld, Petra Pfahl-Scholz, Repräsentantin des Präventionsrates Buchholz-Kleefeld, Dr. Axel von der Ohe (stehend), Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr, Axel Eisenburger, Leiter Polizeistation Kleefeld

Die neue „Rote Bank“ in der Einkaufspassage des Roderbruchmarktes hat das Wohnungsunternehmen Gundlach bereitgestellt. Auch die Kosten für den Farbanstrich in Höhe von rund 100 Euro und für die Plaketten in Höhe von 195 Euro hat das Unternehmen übernommen. Die neue „Rote Bank“ ist die dritte ihrer Art im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld. Je eine weitere steht an der Kreuzung Kirchröder Straße/Uhlhornstraße (Kleefeld) und an der Kreuzung Schwarmstedter Straße/Burgdorfer Damm.

„Mit der dritten ‚Panchina Rossa‘ in unserem Stadtbezirk setzen wir ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Diese Bank erinnert uns daran, dass hinter jeder Zahl ein menschliches Schicksal steht – und dass wir als Gesellschaft nicht wegsehen dürfen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman und führt weiter aus: „Gewalt gegen Frauen kommt in allen Gesellschaftsschichten, Altersgruppen und Kulturen vor. Sie ist Ausdruck von Macht, Kontrolle und fehlendem Respekt – und deshalb geht ihre Bekämpfung uns alle an.“

Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr der LHH, ergänzt: „Die ‚Roten Bänke‘ machen das Problem sichtbar und sensibilisieren andere Menschen. Es ist wichtig, das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ aufzugreifen und Menschen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Bänke haben gerade in den Stadtbezirken einen besonderen Wert, weil die Botschaft die Menschen dort erreicht, wo sie leben.“

„Als Wohnungsunternehmen nehmen wir das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ ernst. Wir engagieren uns vielfältig dagegen. Dazu gehören Informationen in unseren Wohnanlagen, Beiträge in unserem Mietermagazin und die Bereitstellung von Räumen für Frauenhäuser. Deshalb unterstützen wir auch das Projekt ‚Rote Bänke für Hannover‘, das sichtbar macht, was oft im Verborgenen bleibt, und konkrete Wege zu Hilfe aufzeigt“, betont Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen.

„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. Das Projekt „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates (KPR), der angesiedelt ist beim Zentrum für Kommunale Kriminalprävention (ZKK) der Landeshauptstadt Hannover. 2021 startete der KPR das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können.

Neben den drei „Roten Bänken“ im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen zwei in DöhrenWülfel, zwei in der Südstadt und ebenfalls seit diesem Mittwoch (1. Juli) eine in der List. Dieses KPR-Projekt wird unterstützt durch das Netzwerk „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der LHH, durch die Polizeidirektion Hannover sowie den Frauennotruf Hannover.

Körting-Brunnen (Lister Meile)
Einweihung der roten Bank am Körting-Brunnen

Einweihung der roten Bank am Körting-Brunnen v.l.n.r: Thorsten Baumert, Bezirksbürgermeister Vahrenwald-List, Luisa Arndt, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover, Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr, Sinem Eryurt-Celik, Geschäftsführung des Zentrums für Kommunale Kriminalitätsprävention

Das Aufstellen dieser ersten „Roten Bank“ im Stadtteil List hat der Stadtbezirksrat Anfang Mai einstimmig beschlossen – verbunden mit dem Wunsch, sie rechtzeitig zu den Sommerferien zur Benutzung freizugeben. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat eine an derselben Stelle stehende Bank rot angestrichen. Der Farbanstrich kostete rund 100 Euro. Die Kosten in Höhe von 195 Euro für die Plaketten hat das Zentrum für Kommunale Kriminalprävention (ZKK) der Landeshauptstadt Hannover (LHH) übernommen.

„Die ‚Roten Bänke‘ haben sich inzwischen als Zeichen für Zivilcourage etabliert. Sie haben gerade in den Stadtbezirken einen besonderen Wert, weil die Botschaft die Menschen dort erreicht, wo sie leben. Ich freue mich, dass der Stadtbezirksrat Vahrenwald-List diese Aktion des Zentrums für Kommunale Kriminalprävention unterstützt“, sagt Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr der LHH.

„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates (KPR), der beim ZKK angesiedelt ist. 2021 startete der KPR das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können.

Aus Sicht der Stadt trägt das Projekt dazu bei, Gewalt gegen Frauen und das Thema „Häusliche Gewalt“ im öffentlichen Bewusstsein sichtbar zu machen, gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu schaffen und die Verantwortung der Stadtgesellschaft für dieses Thema zu stärken. Gesellschaftliche Sensibilisierung und Bewusstseinsschaffung seien eine wesentliche Voraussetzung dafür, Gewalt frühzeitig zu erkennen und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen und das Umfeld zum Hinsehen und Handeln zu bewegen.

Neben der neuen „Roten Bank“ in der List und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen drei in Buchholz-Kleefeld sowie jeweils zwei in Döhren-Wülfel und in Südstadt-Bult. Das KPR-Projekt wird unterstützt durch das Netzwerk „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der LHH, durch die Polizeidirektion Hannover sowie den Frauennotruf Hannover.