
AUDIO: St. Georg bekommt ab August neue Alkoholverbotszone (1 Min)
Stand: 03.07.2026 06:02 Uhr
Weite Teile von Hamburg-St. Georg sollen ab 1. August zur Alkoholverbotszone werden. Wer auf öffentlichen Straßen und Plätzen Alkohol trinkt, muss dann mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro rechnen.
Für viele Straßenzüge rund um Hansaplatz, Steindamm und ZOB gelten ab August dieselben Regeln wie schon am Hauptbahnhof und auf dem Platz davor: Eine geschlossene Flasche oder Dose darf man zwar in der Tasche dabeihaben. Das Trinken ist aber nicht erlaubt.
Bis zu 200 Euro Bußgeld
Beim ersten Verstoß werden 40 Euro Bußgeld fällig. Wird man öfter erwischt, können es bis zu 200 Euro werden. Das Alkoholkonsumverbot ist seit gut zwei Jahren Teil der Maßnahmen, die den Hauptbahnhof sicherer machen sollen. Allerdings haben sich viele Probleme seitdem in den Stadtteil hinein verlagert. Mit der Ausweitung der Verbotszone will die Innenbehörde gegensteuern.
Trinken führte zu Straftaten
Damit das Verbot auch vor Gericht standhält, musste die Polizei Straße für Straße prüfen, ob Alkohol tatsächlich bei vielen Straftaten eine Rolle spielt. In dem jetzt erweiterten Gebiet soll das bei Körperverletzungen und Sexualstraftaten der Fall gewesen sein.
Bald auch Verkaufsverbot an Kiosken?
Zunächst gilt die neue Verbotszone für ein Jahr. Dann soll nach Gesprächen mit Anwohnenden und Geschäftsleuten über eine Verlängerung entschieden werden. Aber auch ein weiterer Schritt wird schon vorbereitet: Es könnte dort ein Kiosk-Verkaufsverbot für Alkohol zum Mitnehmen geben.

Das Verbot soll weitere drei Jahre gelten. In den ersten beiden Jahren des Verbots ist die Zahl der alkoholbedingten Straftaten deutlich zurückgegangen.