In einer diplomatischen Note an die Afrikanische Union (AU) erklärte die USA , dass sie die UNSOS nach 2026 nicht mehr finanzieren werde, obwohl sie die Verlängerung des Mandats der AUSSOM durch den UN-Sicherheitsrat nicht ablehnte. Washington würde sich jedoch gegen jede Entscheidung aussprechen, weiterhin UN-Ressourcen zur Unterstützung der Logistik oder der operativen Tätigkeiten der Mission zu verwenden.
Derzeit unterstützt die AUSSOM mit fast 12.000 Soldaten die somalische Regierung im Kampf gegen die mit al-Qaida verbundene Extremistengruppe al-Shabaab. Die Operationen der Mission sind stark auf die logistische Unterstützung der UNSOS angewiesen, von der Versorgung mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Treibstoff bis hin zu medizinischer Betreuung und Truppentransport.
Ein Sprecher des US- Außenministeriums erklärte, Washington habe fast 2 Milliarden Dollar zu UNSOS und seinen Vorgängermechanismen beigetragen, doch Somalia habe es bisher nicht geschafft, seine Sicherheitserfolge zu sichern oder einen Großteil seiner nationalen Sicherheitsverantwortung zu übernehmen.
Laut den USA würde die Fortsetzung der Finanzierung einer Mission, die ihre zentralen Sicherheitsziele nicht erreicht hat, Ressourcen von den wichtigeren Sicherheitsprioritäten des Landes abziehen.
Die AU-Kommission warnte, dass die US-Entscheidung die logistischen, operativen und finanziellen Kapazitäten der AUSSOM erheblich beeinträchtigen werde. Diplomaten gehen davon aus, dass die Friedensmission in Somalia ohne eine baldige alternative Finanzierungsquelle ihren Betrieb in naher Zukunft nur schwer aufrechterhalten kann.
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