Der Bunker in der Erzbergerstraße in Karlsruhe steht zum Verkauf. Laut der Immobilien-Website immowelt.de werde ein Käufer „mit außergewöhnlichen Ideen“ gesucht. „Hervorragend für einen Visionär, der weiß, wie man ein solches Bestandsgebäude in innerstädtischer Toplage transformiert und revitalisiert“, heißt es weiter. Beispiel dafür sind laut der Anzeige „ein exklusiver Wohnkomplex mit Loft-Charakter, ein kreatives Atelierhaus oder ein hochmodernes Museum“.

Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Besichtigungen für den Bunker laufen bis zum 15. Juli

Angeboten wird der Bunker von der eXp Realty Germany GmbH. Der zuständige Immobilienmakler Mirco Maurer sagt im gemeinsamen Gespräch mit der Redaktion am 1. Juli: „Das Objekt wird über ein offenes Bieterverfahren veräußert, erste Angebote liegen bereits bei über drei Millionen.“ Die Nachfrage sei also da. Bis zum 15. Juli laufen zudem bereits die Besichtigungen für potenzielle Käufer.

Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)
Foto: Carmele|TMC Fotografie

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)
Foto: Carmele|TMC Fotografie

Nachbarschaft soll in neue Pläne eingebunden werden

Zu den ersten Ideen der Investoren könne Maurer noch keine Hinweise geben, doch es seien wohl insbesondere größere Projekte für den Bunker vorgesehen. „Darum wird wohl auch bei den neuen Plänen des Käufers die Nachbarschaft wohl mit eingebunden“, sagt er.

Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)

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Foto: Thomas Riedel

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Ehemaliger Luftschutzbunker an der Erzbergerstraße in der Karlsruher Nordstadt. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Mit neuem Käufer wird wohl auch der Sattelaufleger entfernt

Zuvor machte der Bunker bereits Schlagzeilen aufgrund eines Sattelauflegers, welcher bei der Nachbarschaft immer wieder für Unmut sorgte. Maurer geht davon aus, dass damit bald Schluss sei: „Der Anhänger kommt wohl einfach weg durch den neuen Käufer.“ Vielmehr stehe bei den neuen Konzepten die Frage nach dem möglichen Ausbau von Parkplätzen im Raum.

Bunker in der Erzbergstraße

Karlsruhe galt nach dem Ersten Weltkrieg als besonders „bombardierungswürdig“ und erhielt so ab August 1941 elf Luftschutzbunker. Der Luftschutzhochbunker in der Erzbergerstraße 81 wird im September 1941 nach einem Entwurf vom Stadtbaurat Paul Brömme erbaut. Er ist zum Schutz der Bewohner aus der Hardtwaldsiedlung und des Personals vom benachbarten Flugplatz gedacht.

Heute fungiert der Bunker als Schlagzeugschule und Lagerraum.