Zwölf Sänger und elf Sängerinnen gestalteten ein mitreißendes musikalisches Programm. Unter dem Titel „Auf den Flügeln des Gesangs“ bewiesen sie ihre Fähigkeiten als Chor und Solisten, in Duetten und Quartetten.

Die Benefizkonzerte zugunsten des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Caritas liegen den Sängerinnen und Sängern sehr am Herzen. Seit 2014 organisieren sie diese Konzerte und treten ehrenamtlich auf. Der Eintritt ist stets kostenlos und es wird um Spenden für die Arbeit mit Familien von schwer kranken Kindern und Jugendlichen gebeten.

Im ersten Teil des Konzerts erklangen „Liedperlen“. Das titelgebende Lied „Auf den Flügeln des Gesangs“ von Felix Mendelssohn und Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann versetzten die Besucher in die Zeit der Romantik. In großartigen Quartetten und Duetten boten die Chormitglieder feinsten klassischen Liedgesang. Dabei erwies sich der Pianist Roberto Secilla als exzellenter Liedbegleiter. Mit Mendelssohns bekanntem „Abschied vom Walde“ erklang ein Meisterwerk der Chormusik, in dem innere Einkehr und Naturverbundenheit besungen werden. Unter der präzisen Leitung von Chordirektor Ulrich Zippelius präsentierte der Chor dieses Lied in perfekter Weise.

Romantische Klänge – bekannte Melodien aus Oper und Operette

Besonders großen Beifall gab es für die Lieder, die vier koreanische Chormitglieder in ihrer Muttersprache vortrugen. Wunderschön klangvoll und mit viel Schwung erklang „Zum Land der Hoffnung“. Langsam und innig vorgetragen folgte das Lied „Gerstenfeld“, in dem man sogar das sanfte Rauschen des Feldes hören konnte.

Auf abwechslungsreiche romantische Klänge folgten im zweiten Teil bekannte Melodien aus Oper und Operette. Auf schönsten Chorgesang mit „Oh süßer Mond“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ folgten zwei Arien aus Mozarts Oper „Così fan tutte“. Im bezaubernden Duett „Ah, guarda sorella“ besangen die Schwestern Fiordiligi und Dorabella mit beschwingter Leichtigkeit und Begeisterung ihre Verlobten. Im folgenden Terzett nahmen sie traurig Abschied von den Verlobten, während Don Alfonso seine Intrige vorbereitete – das alles musikalisch sehr gut gestaltet. Im facettenreich aufgebauten Programm folgten berühmte Chöre. Die Herren begannen mit dem Priesterchor aus der „Zauberflöte“, es folgte der „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ – klangschön gestaltet vom Opernchor. Dass er auf dem Klavier auch „große Oper“ spielen kann, zeigte Roberto Secilla beim temperamentvoll und mitreißend gesungenen „Vedi! Le fosche“ aus Verdis „Il Trovatore“ und beim dramatischen „Va pensiero“, dem Gefangenenchor aus „Nabucco“, den die Sängerinnen und Sänger perfekt akzentuiert und sehr bewegend präsentierten. Zum Abschluss gab es pure Lebensfreude mit einem Hoch auf den König Champagner aus der Operette „Die Fledermaus“, die 2027 Premiere in Wuppertal haben wird.

Den riesengroßen Applaus des begeisterten Publikums stoppte Burkhard Uhling-Preuß vom Caritas-Hospizdienst mit seinen ausführlichen Dankesworten. Anschließend erklang „Mädel, fahr mit mir Schwebebahn“ als beschwingte Zugabe.