Sie ist vom Gesundheitsamt selbst konzipiert worden, deutschlandweit einzigartig und seit Kurzem offiziell vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.

„Die Digitalisierung unserer Stadtverwaltung ist kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Baustein für einen modernen und bürgernahen Service. Mit dem neuen Fallmanagement-Tool nimmt unser Gesundheitsamt auf kommunaler Ebene eine Vorreiterrolle ein und macht deutlich, wie digitale Lösungen die tägliche Arbeit spürbar optimieren können“, sagt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff.

VEO ist bereits im Einsatz: So müssen beispielsweise mehr als 400 Institutionen in der Stadt – Pflegeheime und andere medizinische Einrichtungen – ihre Unterlagen zur Hygieneüberwachung nicht mehr ausdrucken, einscannen und via E-Mail schicken. Die Unterlagen können nun komplett digital ausgefüllt und datenschutzkonform übermittelt werden. Das neue System ordnet sie automatisch dem richtigen Vorgang zu. Auch die Stadt Düsseldorf bereitet einen Probebetrieb im Gesundheitsamt vor.

Die Arbeitserleichterung werde im Alltagsgeschäft deutlich zu spüren sein, erläutert Katrin Linthorst, zuständige Dezernentin: „Administrative Begleitarbeit wird dank VEO messbar reduziert. Dadurch gewinnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertvolle Zeit für das, worauf es wirklich ankommt: den direkten Einsatz für die Menschen in Wuppertal. Sei es nun beispielsweise im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit, Prävention und Beratung oder Hygieneüberwachung.“ VEO stärke die Leistungsfähigkeit des Gesundheitsamtes und mache die Verwaltung fit für die Zukunft, so Linthorst.

VEO durchlief die Zertifikatsprüfung des BSI freiwillig – mit positivem Ergebnis. Die Anwendung wurde dabei hinsichtlich ihrer Abwehrfähigkeit gegen Hackerangriffe untersucht, weiterentwickelt und bewertet. Am Donnerstag konnte die Stadt das Zertifikat offiziell entgegennehmen.

„Die Zertifizierung ist weit mehr als ein technischer Meilenstein. Sie zeigt, dass digitale Innovation und höchste Sicherheitsstandards in der Stadtverwaltung Hand in Hand gehen können. Mit VEO schaffen wir effizientere Verwaltungsprozesse und stärken gleichzeitig das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in digitale Angebote“, sagt Digitalisierungsdezernentin Sandra Zeh.

Fabian Hodouschek, Leiter der Zertifizierungsstelle des BSI, ergänzt: „Wir freuen uns, der Stadt Wuppertal das Zertifikat überreichen zu können. Die Sicherheitszertifizierung durch das BSI schafft Vertrauen in Produkte für die sichere Digitalisierung in Deutschland. Mit dem Zertifikat wird bestätigt, dass die Stadt Wuppertal bei ihren digitalen Prozessen mit VEO einen besonderen Fokus auf Qualität und Sicherheit legt. Erfolgreiche Cyberangriffe auf Kommunen und ihre Einrichtungen erschüttern das Vertrauen in die Demokratie und die Handlungsfähigkeit des Staates – in die Sicherheit der eingesetzten Lösungen zu investieren, ist das Gebot der Stunde.“

Auch Kirstin Lintjens, Leiterin des Gesundheitsamts, und Sam Bani Amer, Verantwortlicher für den Bereich Digitalisierung und IT im Gesundheitsamt, freuen sich über die erfolgreiche Umsetzung und die Auszeichnung mit dem Zertifikat. „Die Corona-Pandemie hat uns eindrücklich vor Augen geführt, wie wichtig ein leistungsfähiges und smartes Fallmanagement im Hintergrund ist, damit Gesundheitsämter auch in Krisenzeiten handlungsfähig bleiben“, so Sam Bani Amer abschließend.

Finanziert wurde die Entwicklung der Fallmanagementsoftware durch Fördermittel der Europäischen Union, unterstützt durch das Bundesministerium für Gesundheit, in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Das BMG will das Produkt auf einer Kampagnenseite als Beispiel für sinnstiftenden Einsatz von Fördermitteln vorstellen. red