Am Abend des 1. Juli kam es zu einem schweren Angriff in Essen. An der U-Bahnhaltestelle Viehofer Platz im Stadtkern attackierte ein zunächst unbekannter Täter eine 58-jährige wohnungslose Frau. Der Täter ging mit einer Stichwaffe auf sein Opfer los. Die Frau erlitt bei der Tat mehrere Stich- und Schnittverletzungen.
Nach der Tat nahm eine Mordkommission umgehend die Arbeit auf. Die Ermittler konzentrierten sich bei der Suche nach dem Täter auf die Auswertung von Beweismitteln. Dabei spielte umfangreiches Videomaterial aus dem Umfeld der U-Bahnhaltestelle eine zentrale Rolle.
📌 So handelst du bei einem Angriff oder einer Körperverletzung als Zeuge:
- Eigene Sicherheit zuerst. Bringe dich nicht selbst in Gefahr. Halte Abstand, wenn die Situation bedrohlich ist.
- Wähl sofort den Notruf (110 und/oder 112).
- Sprich andere Zeugen an.
- Unterstütze Betroffene.
- Leiste erste Hilfe.
- Beobachte eher. Präge dir das Gesicht des Täters, die Fluchtrichtung, seine Kleidung, Fahrzeuge oder andere wichtige Merkmale ein.
- Stehe als Zeuge zur Verfügung.
Videomaterial führt zu Tatverdächtigem
Die intensive Sichtung der Aufnahmen brachte den Ermittlern den entscheidenden Hinweis. Durch die Bilder konnte ein 26-jähriger türkischer Staatsangehöriger als Tatverdächtiger identifiziert werden. Die Polizei leitete daraufhin die nächsten rechtlichen Schritte ein.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen befasste sich das Amtsgericht Essen mit dem Fall. Ein Richter erließ am 2. Juli einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 26-Jährigen. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen noch am selben Abend festnehmen.
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Ermittlungen laufen weiter
Trotz der schnellen Festnahme nach dem Angriff in Essen sind noch nicht alle Fragen geklärt. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Mordkommission arbeitet daran, das Motiv für die Attacke auf die 58-Jährige zu klären.
Zu einem ähnlichen Vorfall kam es bereits Ende Juni in der Stadt. Eine Auseinandersetzung geriet völlig außer Kontrolle.