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Berlin – Er wollte sich mit seinen Freunden bei 34 Grad im See abkühlen und ging einfach unter. Emmanuel T. (17) aus Moabit ertrank vermutlich nach einem Kreislaufkollaps. Seine Familie bittet um Spenden für seine Beerdigung.

Emmanuel T. spielte Fußball und Basketball, war athletisch, ein guter Schwimmer. Am Donnerstag vergangener Woche fuhr der Elftklässler der Sophie-Scholl-Oberschule (Schöneberg) zusammen mit fünfzehn Klassenkameraden nach dem Unterricht an die Krumme Lanke in Berlin-Zehlendorf. Die Sonne stand senkrecht am Himmel.

Die Badestelle an der Krummen Lanke, hier geschah das Unglück

Die Badestelle an der Krummen Lanke, hier geschah das Unglück

Foto: Olaf Wagner

Die Gruppe tauchte ins glitzernde Wasser ein. Emmanuel verschwand unter der Oberfläche. Trotz verzweifelter Suche konnten seine Freunde ihn nicht finden. Um 13.52 Uhr riefen sie die Feuerwehr. Kurz bevor die Beamten eintrafen, sahen sie ihn treibend im Wasser. Im Rettungswagen konnte der Junge noch reanimiert werden, er starb später im Krankenhaus.

„Das kam völlig unerwartet“

Seine alleinerziehende Mutter, seine zwei Schwestern, die Freunde stehen unter Schock. Schwester Daniella T. (19) ringt um Worte. „Wir können es wirklich noch nicht glauben“, sagt sie fast tonlos zu BILD. „Das kam völlig unerwartet.“ Emmanuel sei ein trainierter Sportler gewesen. „Wir haben die vage Vermutung, dass er Kreislaufprobleme gehabt haben könnte. Das hatte er öfters bei starker Hitze. Er bekam dann auch Nasenbluten.“ Eine chronische Erkrankung sei nicht bekannt gewesen. Ein Obduktionsergebnis steht aus.

Er hatte hart für die Prüfungen gelernt. Emmanuel T. vor dem Eingang der Schule mit seinem MSA-Zeugnis

Er hatte hart für die Prüfungen gelernt. Emmanuel T. vor dem Eingang der Schule mit seinem MSA-Zeugnis

Foto: privat

Beim Onlineportal Gofundme sammelt die Familie Spenden in zwei Aktionen. Es „stehen auch hohe Beerdigungskosten bevor, die wir als Familie leider nicht so aufbringen können“, schreibt sie. „Daher würde uns jeder einzelne Betrag in dieser schweren Zeit helfen.“

Daniella T. berichtet, Emmanuel wollte Abitur machen. „Er war ein sehr gutherziger und fröhlicher Mensch. Eine Person, bei der man sich wohlfühlt. Er hat sich mit allen Menschen verstanden. Eine reine Seele.“

Ein Altar wurde in der Sophie-Scholl-Oberschule in Schöneberg als Gedenkort aufgebaut

Ein Altar wurde in der Sophie-Scholl-Oberschule in Schöneberg aufgebaut

Foto: privat

Weiße Rosen, Lilien und Glockenblumen stehen auf einem Altar in der Schule, säumen Fotos von ihm. Davor weiße Kerzen und zwei Engelsfiguren. Es gibt außerdem einen Briefkasten, in dem Mitschüler einen letzten Gruß an ihren verstorbenen Freund hinterlassen können.