Im Stadtgebiet Hannovers wurden am heutigen Dienstag, 30. Juni, neue Stolpersteine für die Opfer des Nationalsozialismus verlegt; insgesamt elf Steine an sieben verschiedenen Orten.

Es handelt sich um eine vom städtischen ZeitZentrum Zivilcourage organisierte Selbstverlegung. Das heißt, nicht der Künstler Gunter Demnig, sondern Mitarbeiter*innen des Fachbereichs Tiefbau verlegten die Steine, zum Teil in Anwesenheit von Angehörigen.

Die Standorte der neuen Stolpersteine:
Stadtbezirk Mitte

Goethestraße 19, 30169 Hannover
Zwei Stolpersteine für Dina und Julius Blumenfeld, Verlegung in Anwesenheit von Angehörigen
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Marktstraße/Ecke Senior-Blumenberg-Gang, 30159 Hannover
Vier Stolpersteine für Familie Flieder:
Abraham Flieder und Ruchla Flieder, geb. Hoffer
Chin Flieder und Isaak Flieder
Verlegung in Anwesenheit von Angehörigen
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Stadtbezirk Döhren-Wülfel

Waldhausenstraße 5, 30519 Hannover
Ein Stolperstein für Hedwig Mahlstedt, geb. Bodenheim, Verlegung in Anwesenheit von Angehörigen
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Stadtbezirk Südstadt-Bult

Stolzestraße 52, 30171 Hannover
Ein Stolperstein für Hendrik Prins
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Krausenstraße 39, 30171 Hannover
Ein Stolperstein für Elfriede Grotefendt, geb. Gutmann, Verlegung in Anwesenheit von Angehörigen
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Stadtbezirk Mitte (Zooviertel)

Ludwig-Barnay-Straße 11, 30175 Hannover
Ein Stolperstein für Julius Gumpel
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Eichendorffstraße 5, 30175 Hannover
Ein Stolperstein für Elisabeth „Lilli“ Rothschild, Verlegung in Anwesenheit von Angehörigen
(Verfolgtengruppe Jüdinnen/Juden)

Zu den Stolpersteinen

Seit Dezember 2007 werden in der Landeshauptstadt Hannover die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verlegt. Die messingfarbenen Platten in der Größe von Pflastersteinen, die in die Straße eingelassen werden, weisen auf den letzten freiwilligen Wohnort von Opfern des Nationalsozialismus in Deutschland hin.