Die Pleite der Baumarktkette Hellweg zieht weite Kreise: Die Gartencenter-Kette „Augsburg“ aus NRW hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Die Kette betreibt sieben Filialen in Nordrhein-Westfalen. Alle Standorte sind über das Ruhrgebiet verteilt: Bochum, Castrop-Rauxel, Hagen, Iserlohn, Krefeld, Schwerte und Unna. Mit der Stadt Augsburg hat die Kette nichts zu tun. Sie ist benannt nach ihrem Gründer Hans Augsburg, der die Kette ab 1965 im Westen Deutschlands aufbaute.

Die Gartencenter-Kette gehört seit 2013 ebenfalls zu der Hellweg-Gruppe, zu der auch Teile von BayWa gehören. Hellweg hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Der Baumarkt betreibt deutschlandweit 68 Filialen in Deutschland mit 2900 Mitarbeitern. Wenige später folgte die Pleite der Tochtergesellschaft BayWa Bau- und Gartenmärkte und nun die von Hans Augsburg gegründete Kette.

„Gartencenter Augsburg“ aus NRW ist pleite

Alle Märkte des Gartencenters Augsburg sollen weiter geöffnet bleiben, sodass der Geschäftsbetrieb während des Verfahrens weitergehen kann und sich für die Kundinnen und Kunden zunächst nichts ändert. Für die rund 360 Mitarbeiter des „Gartencenters Augsburg“ sollen die Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für die kommenden drei Monate gesichert sein.

Mit der Insolvenz des „Gartencenters Augsburg“ ist jetzt die dritte und letzte Kette des Konzerns pleite. Vom Dortmunder Unternehmenssitz von Hellweg werden 74 Hellweg-Märkte in Deutschland und Österreich sowie 49 BayWa-Bau- und -Gartenmärkte in Süddeutschland betreut und gesteuert. 

Baumärkte in Österreich sind ebenfalls insolvent

Vor wenigen Tagen hat auch die österreichische Hellweg-Kette Insolvenz am Landesgericht in Linz. Betroffen sollen sechs Bau- und Gartenmärkte in Österreich mit rund 165 Beschäftigten sein.