Bielefeld-Dornberg. Ausgerechnet vor den Augen einer Kriminalbeamtin hat ein junger BMW-Fahrer seine schlechtesten Seiten als Autofahrer präsentiert. Wie Polizeisprecher Michael Kötter mitteilt, war der zunächst unbekannte Fahrer am Mittwochmorgen, 1. Juli, auf der Wertherstraße über mehrere Meter in den Gegenverkehr gewechselt, hat mit aufheulendem Motor fünf Verkehrsinseln und eine Baustellenampel passiert und hat sich dann wieder in den wartenden Verkehr gedrängelt.

Es war 7.45 Uhr als der 3er BMW zwischen den Ortschaften Werther und Bielefeld-Großdornberg erstmals durch das Überholen mehrerer Autos aufgefallen war. Schon dabei hatte der junge Fahrer die „durchgezogene Linien“, die ein absolutes Überholverbot signalisieren, missachtet und überfahren.

In Hoberge-Uerentrup hielt er zunächst auf der Wertherstraße hinter den anderen wartenden Fahrzeugen an, die vor einer Baustellenampel (Höhe Auf der Egge) bei Rot halten mussten. Das dauerte dem Verkehrsrüpel offenbar zu lange: „Plötzlich beschleunigte der BMW mit laut aufheulendem Motor und fuhr auf der falschen Fahrbahnseite an fünf Verkehrsinseln, den wartenden Autos und dem roten Ampellicht vorbei“, beschreibt Michael Kötter das Fahrmanöver. Etwa 200 Meter weit raste der BMW so im Gegenverkehr stadteinwärts.

Ermittlungen führen zu 20-jährigem Mann aus dem Kreis Gütersloh

Dabei soll ein entgegenkommendes Fahrzeug zum Anhalten gezwungen gewesen sein, um einen Zusammenstoß mit dem BMW zu vermeiden. Anschließend wechselte der Fahrer auf den rechten Fahrstreifen und drängte sich zwischen Autos, die sich ebenfalls noch im Stau befanden.

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Die Polizei identifizierte bei den Ermittlungen schließlich einen 20-jährigen Mann aus dem Kreis Gütersloh als Fahrer des 3er BMW. Die Polizei wirft ihm nicht angepasste Geschwindigkeit sowie grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fortbewegen zum Erreichen einer höchstmöglichen Geschwindigkeit (illegales Autorennen) vor. Bei dieser Verkehrsstraftat können die Gerichte Geld- oder Freiheitsstrafen sowie einen Führerscheinentzug verhängen. Insbesondere, wenn durch das Fahrverhalten andere gefährdet wurden.

Die Polizei Bielefeld sucht dringend Zeugen der wilden Fahrmanöver

Das Verkehrskommissariat 2 der Polizei Bielefeld bittet nun alle Zeugen dieser Fahrmanöver – insbesondere die Fahrerin oder den Fahrer, die wegen des BMW anhalten mussten –, um Kontaktaufnahme unter Tel. 0521 5450.

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