Neue Renten-Statistik

Beim Blick auf die Aachener Zahlen fällt etwas auf

02.07.2026Lesedauer: 2 Min.

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Eine Rentnerin blickt auf ihre Geldscheine (Symbolfoto): Die Renten in der Städteregion fallen sehr unterschiedlich aus. (Quelle: MICHAEL BIHLMAYER/imago)

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Aachener Rentnerinnen bekommen deutlich weniger als Männer. Wie groß die Lücke in der Städteregion wirklich ist.

Wer in Aachen in den Ruhestand geht, erhält im Schnitt eine Summe, die im Mittelfeld der Rentner-Einkünfte in den NRW-Regionen liegt. Das zeigt der aktuelle Rentenreport 2026 des DGB NRW, der auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Rheinland aus dem Jahr 2024 basiert.

Männer, die 2024 in der Städteregion Aachen erstmals eine Altersrente bezogen, kamen im Durchschnitt auf 1.342,48 Euro im Monat. Bei den Frauen sieht die Bilanz deutlich schlechter aus: Sie erhielten in Aachen 2024 im Rentenzugang durchschnittlich 902,48 Euro – rund 440 Euro weniger als ihre männlichen Pendants in der Städteregion.

Zum Vergleich: Die höchsten Bezüge in NRW gab es im Schnitt bei den Männern im Rhein-Erft-Kreis mit 1.591,28 Euro, die niedrigsten bei den Frauen in Gelsenkirchen, die durchschnittlich 817,98 Euro erhalten. Die Differenz zwischen den Geschlechtern von rund 440 Euro monatlich in Aachen liegt damit sogar leicht über dem NRW-weiten Durchschnitt: Landesweit verdienten Männer bei Neurenten 2024 im Schnitt 1.399,92 Euro, Frauen 936,23 Euro – eine Lücke von rund 464 Euro.

DGB NRW kritisiert Unterschiede im Rentenniveau von Männern und Frauen

Der DGB NRW führt diese Kluft auf strukturelle Ursachen zurück: geringere Löhne, häufigere Teilzeitarbeit und unterbrochene Erwerbsbiografien von Frauen, etwa durch Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen.

Die sogenannte Eckrente – jene Rente, die ein Durchschnittsverdiener nach 45 Beitragsjahren erhält – lag 2024 bei 1.769,40 Euro für Frauen und 1.769,32 Euro für Männer. Weder die Aachener Männer noch die Aachener Frauen kommen diesem Wert auch nur annähernd nahe. Der DGB weist darauf hin, dass die Eckrente ohnehin kaum etwas mit der Lebensrealität der meisten Menschen zu tun habe.

Landesweit lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter 2024 bei 64,66 Jahren für Männer und 64,84 Jahren für Frauen – Tendenz seit Jahren steigend. Der DGB NRW spricht sich in seinem Report klar gegen eine weitere Anhebung des Rentenalters aus, da viele Beschäftigte schon die aktuelle Regelaltersgrenze aus gesundheitlichen Gründen nicht erreichten.

Was man beim Blick auf die DGB-Zahlen bedenken muss:

Die im Rentenreport genannten Zahlen sind Durchschnittszahlbeträge und sagen nichts über das gesamte Haushaltseinkommen oder weitere Einkünfte der Rentner aus. Für Aachen liegen keine separaten Werte zum Rentenbestand (also allen laufenden Renten) vor – die genannten Beträge beziehen sich auf den Rentenzugang, also auf Personen, die 2024 neu in Rente gegangen sind.