Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Trump trifft Selenskyj in Ankara
Aktualisiert am 06.07.2026 – 00:14 UhrLesedauer: 36 Min.
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Flammen über dem Hafen: Aufnahmen zeigen den Treffer auf die Anlage.
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Der Kreml verändert seine Sprachregelung zur Ukraine. Trump kündigt ein persönliches Treffen mit Selenskyj an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Selenskyj: Kämpfe um Stadt Kostjantyniwka im Donbass dauern an
Die ukrainische Armee kämpft in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine nach Angaben Kiews weiter gegen die russischen Truppen. „Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das (Wladimir) Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in einer Videoansprache. Es sei offensichtlich, dass Putin es niemals wagen würde, sich dorthin zu begeben.
Die Ukraine hatte am Samstag Berichte Russlands dementiert, wonach russische Truppen die Ortschaft im Donbass eingenommen hätten. Selenskyj sprach von einer „weiteren russischen Lüge“. Der ukrainische Präsident schlug dem russischen Machthaber Putin ein Treffen in der Stadt vor. „Wenn Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle wäre, dann hätte Putin vielleicht kein Problem damit, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu finden, diesen Krieg endlich zu beenden“, erklärte er am Samstag.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte am Freitag erklärt, Kostjantyniwka stehe vollständig unter russischer Kontrolle. Die Ortschaft ist eine der letzten ukrainischen Bastionen auf dem Weg zu den Städten Kramatorsk und Slowjansk, die weiterhin von Kiew kontrolliert werden.
Trump und Selenskyj sprechen auf Nato-Gipfel in Ankara
Im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilte eine Regierungssprecherin mit. Trump hatte zuvor am Wochenende mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin telefoniert und seine Vermittlerdienste angeboten. Zuletzt hatten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien um eine Vermittlungslösung bemüht.
Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte militärische Fortschritte, betonte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. „Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen.“
Der Nato-Gipfel tagt am 7. und 8. April in Ankara. Das Bündnis will unter anderem eine Hilfe für die Ukraine bis 2027 von 140 Milliarden Euro festschreiben.
Russische Hacker attackieren britische Regierungsrechner
Russische Hacker sollen einem Medienbericht zufolge die Anmeldedaten britischer Beamter gestohlen und sich Zugang zu deren E-Mail-Konten verschafft haben. Laut der Zeitung „Telegraph“ nutzten die Angreifer dabei eine Schwachstelle im Sicherheitssystem aus und setzten zuvor gestohlene Daten ein, um Barrieren zum Schutz kritischer Infrastruktur zu umgehen.
Der am Sonntagabend noch andauernde Angriff ist demnach als „FortiBleed“ bekannt. Eine staatliche russische Beteiligung an dem Angriff ist nach Einschätzung von Sicherheitsforschern bislang nicht nachgewiesen.