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Er lässt sich nicht unterkriegen, bleibt auch jetzt wieder optimistisch. Dabei läuft’s für ihn – erneut – alles andere als nach Plan…
Rückschlag für Preußen-Profi. Bolay klebt das Pech am Fuß!
Als Drittligist Münster am Samstag bei Eintracht Rheine (1:0) zum ersten Testspiel nach der Sommerpause auflief, saß Luca Bolay (23) mit seiner Freundin Mara nur auf der Tribüne. Das linke Bein steckte in einer Schiene. Der Linksverteidiger (Marktwert: 500.000 Euro), eigentlich als Startelf-Kandidat für die neue Saison fest eingeplant, ist vorerst raus. Grund: Ein Innenbandriss im Knie, zugezogen bei einem Trainingscrash. Voraussichtliche Zwangspause: Mindestens vier Wochen.
Damit verpasst der gebürtige Leonberger den Großteil der wichtigen Vorbereitung. Und muss sich anschließend natürlich erst einmal in die Mannschaft zurückkämpfen. Eine knifflige Situation, mit der er sich leider auskennt. Schon im vergangenen Winter sorgte eine langwierige und schmerzhafte Fersen-Entzündung dafür, dass Bolay insgesamt mehr als drei Monate (104 Tage) außer Gefecht war. Zwischenzeitlich konnte er wochenlang nicht einmal einen festen Schuh tragen. Dadurch kam er in der Rückrunde dieser bitteren Abstiegssaison lediglich in den beiden letzten Spielen noch zu Kurz-Einsätzen.

„Pechvogel“ Luca Bolay (M.) mit Beinschiene am Rande des Preußen-Testspiels in Rheine
Foto: Privat
Jetzt also der nächste Rückschlag! Der wohl auch die Preußen ins Grübeln bringt. Denn nach dem Abschied von Mikkel Kirkeskov (34) – der „Wikinger“ kehrte mit seiner Familie nach Auslaufen seines Arbeitspapiers in die Heimat Dänemark zurück – ist Bolay neben U23-Aufsteiger Niklas Varelmann (19) die einzige echte Alternative für die linke Abwehrseite. Dazu kommt Charalambos „Babis“ Makridis (29), dessen Stärken aber eindeutig mehr in der Offensive liegen.
Nicht auszuschließen also, dass die „Adlerträger“ deshalb noch einmal auf dem Transfermarkt Ausschau halten und gegebenenfalls tätig werden müssen. Auch wenn Sport-Geschäftsführer Ole Kittner (38) derzeit abwiegelt: „Lucas Ausfallzeit ist ja absehbar. Außerdem benötigen wir bei unserer Dreierkette eher Schienenspieler auf den Flügeln.“ Vorteil Makridis…

Preußens Neu-Trainer Thomas Wörle (r.) und sein „Co“ Maximilian Knauer (l.) wünschen sich noch zwei oder drei Neuzugänge
Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto
Für Chefcoach Thomas Wörle (44) ist die Suche nach weiteren Verstärkungen dagegen offenbar nicht abgeschlossen. Abgesehen von einem Mittelstürmer, der möglichst Tore garantieren soll und gerade deshalb besonders schwer zu finden ist, hofft er auf ein oder zwei weitere Neuzugänge. Darunter womöglich Konkurrenz für Bolay.
Fakt genauso: Der Pechvogel, der erst im Dezember seinen Vertrag bei den „Schwarz-Weiß-Grünen“ vorzeitig verlängert hat, guckt selber nur nach vorn. Und zeigt sich auch jetzt schon wieder kämpferisch. Bolay: „Ich kann das Knie sogar leicht knicken und werde alles dafür tun, um möglichst schnell auf den Rasen zurückzukehren. Den passenden Zeitpunkt für eine Verletzung gibt’s ohnehin nicht. Aber die Drittliga-Saison beginnt erst in fünf Wochen. Bis dahin will ich definitiv wieder fit sein.“
Ob Torhüter Johannes „Jojo“ Schenk (23/Marktwert: 1,5 Millionen Euro) dann noch zum Kader der Preußen gehört, erscheint eher unwahrscheinlich. So haben die Gerüchte um seinen nahenden Münster-Abschied nicht nur durch die Verpflichtung von Matthias Harsman (26/aus Rödinghausen) als vierten Keeper – was aktuell definitiv einer zu viel sein dürfte – Fahrt aufgenommen.

Seine sportliche Zukunft ist noch unklar: Preußens Stammkeeper Johannes „Jojo“ Schenk
Foto: picture alliance/osnapix/Marcus Hirnschal
Darüber hinaus schwappen gleich zwei heiße Gerüchte aus Berlin rüber. Zum einen soll „Jojo“ (Preußen-Vertrag bis 2028) auf der Liste von Erstligist Union stehen. Die „Eisernen“ suchen einen Herausforderer für ihre Nummer 1 Frederik Rönnow (33/Marktwert: 2 Millionen Euro). Zum anderen rückt auch Zweitliga-Konkurrent Hertha BSC in den Blickpunkt. Dessen Schlussmann Tjark Ernst (23/Marktwert: 4 Millionen Euro) steht auf dem Zettel von Borussia Mönchengladbach, falls der eigene, wechselwillige Torwart Moritz Nicolas (26/Marktwert: 8 Millionen Euro) die Elf vom Niederrhein verlassen sollte. Als weitere Schenk-Interessenten gelten ohnehin schon seit längerem St. Pauli, Hannover 96 und Paderborn.
Keine Frage – in diese Personalie dürfte zeitnah noch Bewegung kommen…