Die Videospielbranche befindet sich in einem schnellen Wandel, während viele Spieler über die Zukunft physischer Spiele und deren Präsenz im Handel nachdenken. Nur wenige Tage nachdem Sony angekündigt hat, ab 2028 keine physischen Discs für neue PlayStation-Spiele mehr zu produzieren, richtet sich der Blick vieler Spieler auf andere Konsolenhersteller wie Xbox und Nintendo, sowie auf deren mögliche Reaktion.
Xbox und Nintendo haben sich bislang nicht offiziell geäußert, der bekannte Circana-Analyst Matt Piscatella hat jedoch mit VGC über die Zukunft physischer Videospiele gesprochen. Piscatella zufolge könnte Nintendo der letzte Konsolenhersteller sein, der an physischen Medien festhält, selbst wenn dazu digitale Game-Key-Cards gehören.
Zur Einordnung: Matt Piscatella ist Executive Director bei Circana und analysiert die Videospielbranche seit vielen Jahren. Im Gespräch mit VGC hat er auf den langfristigen Trend bei Videospielverkäufen verwiesen und erklärt: „Die Verkäufe neuer physischer Videospiele sind seit den späten 2000er-Jahren jedes Jahr zurückgegangen.“
Anschließend hat er Sonys jüngste Ankündigung zum Ende der Produktion physischer Discs eingeordnet und gesagt: „Das musste irgendwann zwangsläufig passieren. Ich hätte nicht gedacht, dass heute eine Ankündigung dazu kommt, aber hey, wir haben 2026, und ständig passieren Dinge, oder?“
Im Interview hat er auch die nächste Konsolengeneration angesprochen, darunter die PlayStation 6 und Project Helix. Dieser Wandel dürfte seiner Einschätzung nach zu niedrigeren Umsätzen mit Videospielsoftware im Einzelhandel führen, wodurch es immer wahrscheinlicher werde, dass sowohl die PlayStation 6 als auch Project Helix rein digitale Geräte werden.
Zu Nintendo prognostiziert Piscatella: „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Nintendo das macht, was Nintendo machen will, und ich sehe nicht, dass das Unternehmen seine Pläne aufgrund dessen ändert, was Sony oder Microsoft tun oder sagen. Nintendo bleibt eben Nintendo, im Guten wie im Schlechten.“
Derzeit kann Nintendo im Handel auf starke Unterstützung bauen. Piscatella ergänzt: „Der Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker auf Nintendo ausgerichtet, das könnte also weiter zunehmen. Es ist nicht so, dass Schachteln in den Regalen durch diese Veränderung komplett verschwinden. Es wird mehr Codes in Boxen geben, mehr Merchandise und vielleicht mehr Sondereditionen mit Beigaben, solche Dinge, aber der Wandel dürfte auch dazu führen, dass die Ausgaben für physische Spiele im Einzelhandel weiter zurückgehen.“
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Übersetzer: Enrico Frahn – Senior Tech Writer – 8523 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Der Technik-Virus hat mich schon in jungen Jahren befallen, als ich zu Pentium II Zeiten meine ersten Schritte im PC-Bereich wagte. Seither gehören für mich das Modden, Übertakten und die akribische Pflege meiner Hardware einfach dazu. Während meiner Studienzeit entwickelte ich zudem ein spezielles Interesse an mobilen Technologien, die den stressigen Studienalltag erheblich erleichtern können. Nachdem ich bei einer Tätigkeit im Marketing meine Liebe für das Kreieren von Webinhalten gefunden habe, begebe ich mich nun als Redakteur bei Notebookcheck auf die Suche nach den spannendsten Themen aus der faszinierenden Welt der Technik. Außerhalb des Büros hege ich eine besondere Leidenschaft für den Motorsport und das Mountainbiking.
