Zwei Tore von Jude Bellingham, zwei Elfmeter, eine Rote Karte: England hat in einem Spiel für die Fußball-Geschichtsbücher die Fiesta Mexicana beendet. Die Three Lions rangen die Mexikaner in Unterzahl im legendären Aztekenstadion mit 3:2 (2:1) nieder. England trifft damit im Viertelfinale auf Norwegen, Mexiko ist als zweiter Gastgeber nach Kanada ausgeschieden.

Jude Bellingham schoss zwei Tore für England.

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Bellingham brachte die Three Lions mit seinen Toren in der 36. und 38. Minute in Führung. Mexikos Torjäger Julián Quiñones gelang noch vor der Pause (42.) der Anschlusstreffer.

Der Dramatik nicht genug: Nach dem Seitenwechsel sah bei den Engländern Bayer Leverkusens Jarell Quansah (54.) die Rote Karte, ehe Bayern-Torjäger Kane nervenstark und unter den Pfiffen von fast allen der 80.824 Zuschauer vom Elfmeterpunkt traf (60.) – sein sechstes Tor bei diesem Turnier. Danach verursachte aber ausgerechnet Kapitän Kane einen Strafstoß. Mexikos Raúl Jiménez (69.) verwandelte und brachte das Stadion erneut zum Beben. 

Doppel-Torshow von Jude Bellingham England triumphiert in epischem Duell mit Mexiko Norwegen weiter furios: Haaland wirft Brasilien raus

Norwegens Fußballmärchen geht dank Superstar Erling Haaland weiter, der Titeltraum von Rekordweltmeister Brasilien hingegen ist abermals geplatzt. Die Skandinavier bezwangen die Südamerikaner durch zwei späte Tore ihres Ausnahmestürmers in der 79. und 90. Minute mit 2:1 (0:0) und stehen erstmals in ihrer Historie in einem WM-Viertelfinale. Altstar Neymar (90.+10) verkürzte in der Nachspielzeit per Foulelfmeter.

Für Haaland, den früheren Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund, waren es bereits die Turniertore sechs und sieben. Brasilien indes muss nach dem Achtelfinal-Aus – dem frühesten seit 36 Jahren – vor 80.663 Zuschauern in East Rutherford mindestens vier weitere Jahre auf den ersten Titel seit 2002 warten.

Brasilien verliert gegen Norwegen Das tränenreiche Ende des Titel-Traums der Seleção Nach WM-Aus: Brasiliens Neymar tritt aus Nationalteam zurück

Altstar Neymar hat nach dem Aus Brasiliens seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. „Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende“, sagte der 34-Jährige nach der 1:2 (0:0)-Niederlage gegen Norwegen dem TV-Sender Globo. „Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.“

05.07.2026, USA, East Rutherford: Fußball, Männer: WM, Brasilien - Norwegen, Finalrunde, Achtelfinale, New-York-New-Jersey-Stadion, Neymar (Brasilien) reagiert nach dem Spiel unzufrieden.

ACHTUNG: Gemäß den Auflagen der FIFA dürfen die Bilder ausschließlich zur redaktionellen Verwendung genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Zudem dürfen keine videoähnlichen Sequenzen erstellt werden, und es dürfen keine Veränderungen weder im Vordergrund noch im Hintergrund am Bild vorgenommen werden. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Neymar beendet seine Nationalmannschaftskarriere.

© dpa/Tom Weller

Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes.

Trump telefoniert mit Infantino – danach hebt die Fifa die Rotsperre des US-Stürmers auf

Dieser in der jüngeren WM-Geschichte beispiellose Vorgang ist jetzt schon ein Politikum – und hat das Zeug, für Konsequenzen weit über den Fall Folarin Balogun hinaus zu sorgen.

Nach der roten Karte für den US-Stürmer Folarin Balogun hat sich US-Präsident Donald Trump offenbar persönlich beim Präsidenten des Weltfußballverbands Fifa, Gianni Infantino, für eine Aufhebung der Sperre eingesetzt.

Dies berichteten am Sonntag übereinstimmend das Sportportal „The Athletic“ (gehört zur „New York Times“) und die Nachrichtenagenturen AP und AFP. Demzufolge bestätigten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen den ungewöhnlichen Ablauf. Weder die Fifa noch das Weiße Haus haben die Information bislang kommentiert. „Wenn das wirklich Trump und Infantino ausgemacht haben, das ist verrückt“, kommentierte der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp bei MagentaTV.

Die Fifa hob die Sperre für Balogun am Sonntag überraschend auf. Balogun, mit bislang drei Turniertreffern bester Torschütze seines Teams bei der WM, steht der US-Mannschaft somit im Achtelfinale gegen Belgien in der Nacht zum Dienstag (MESZ) zur Verfügung. 

Nach Anruf von Trump bei Infantino Fifa hebt überraschend Rotsperre von US-Stürmer auf Carlos Queiroz nicht mehr Nationalcoach von Ghana

Carlos Queiroz ist nicht mehr Nationaltrainer von Ghana. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Kolumbien in Kansas City erklärte der 73 Jahre alte Coach, dass er nicht weiter im Amt bleiben werde. Für Queiroz, der den Posten erst im April nach einer Testspiel-Niederlage in Deutschland von Otto Addo übernommen hatte, war es die fünfte WM als Coach in Serie.

Mehr zur WMGute Stimmung dank Fußball Kann die WM das Image der USA retten? Designierter Bundestrainer Jürgen Klopp Der strahlende Weltstar mit dem Brause-Makel TV-Expertin Kemme über Klopp „Er ist ein absoluter Macher – Kopf aus, Herz an“

Der Trainer-Veteran übte bei seinem Abschied Kritik am ghanaischen Fußball-Verband. „Die Zukunft der Black Stars wird nicht allein auf dem Platz gebaut, der Erfolg der Black Stars muss außerhalb des Platzes beginnen, indem man die bestmöglichen Bedingungen schafft, um das außergewöhnliche Fußball-Talent Ghanas vorzubereiten, zu schützen und zu entwickeln.“ (dpa)