„Nicht schön, aber unvermeidbar“
Zentrale Verkehrsachse wird jahrelang saniert
Aktualisiert am 06.07.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Straßenabsperrung (Symbolfoto): Pendler müssen mit jahrelangen Einschränkungen rechnen. (Quelle: IMAGO/MICHAEL BIHLMAYER/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Es kommt immer dicker für Bremens Autofahrer. Zahlreiche Großbaustellen im Innenstadtbereich gibt es bereits, jetzt kündigt der Senat die Sperrung einer Pendlerstrecke an.
Auf den Bremer Westen kommen jahrelange Bauarbeiten zu. Die Stromer Landstraße soll im Sommer 2026 großflächig saniert werden. Parallel plant der Senat den Neubau der maroden Stedinger Brücke. Während der Arbeiten soll eine Behelfsbrücke die Verbindung nach Niedersachsen sichern. Beginn der Bauarbeiten ist Dienstag, 7. Juli.
Betroffen ist nach Angaben einer Sprecherin des Bauressorts eine der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Bremen und dem niedersächsischen Umland. Deshalb sollen die Arbeiten auch eng mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abgestimmt werden.
Bausenatorin Ünsal: „Nicht schön, aber unvermeidbar“
Bausenatorin Özlem Ünsal machte deutlich, dass die Maßnahmen aus Sicht des Senats unumgänglich seien. „Die Stedinger Brücke ist inzwischen über 70 Jahre alt, die Stromer Landstraße braucht eine Grunderhaltung – das ist nicht schön, aber unvermeidbar“, sagte die SPD-Politikerin.
Die Stromer Landstraße soll im Sommer 2026 unter Vollsperrungen an mehreren Stellen gleichzeitig saniert werden. Betroffen ist die gesamte Strecke bis zur Ochtumbrücke. Auch Randbereiche und Bankette werden erneuert. Zusätzlich sollen Schäden auf Geh- und Radwegen beseitigt werden. In einigen Abschnitten wollen die Behörden die ursprüngliche Breite der Wege wiederherstellen.
- Übersicht für 2026: Diese Bremer Großbaustellen stellen Pendler auf die Probe
- Großbaustelle in Bremen: Wichtige Straße wird jahrelang gesperrt
Nach Angaben des Senats wird die Straße bereits jetzt alle zwei Wochen kontrolliert. Größere Schäden sollen gebündelt während geplanter Sperrungen repariert werden. Noch größer ist der Handlungsdruck bei der Stedinger Brücke. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1954 und weist laut Senat erhebliche Schäden auf.
Bereits seit 2024 gilt dort eine Gewichtsbeschränkung von 30 Tonnen. Auch Tempo 30 bleibt bestehen. Eine Sanierung gilt als wirtschaftlich nicht sinnvoll. Deshalb plant Bremen einen Ersatzneubau an gleicher Stelle. Mit dem eigentlichen Bau rechnet der Senat derzeit frühestens ab 2031. Die Arbeiten sollen etwa eineinhalb bis zwei Jahre dauern.
Senat prüft Varianten für Übergangszeit
Damit der Verkehr während des Neubaus weiter rollen kann, soll zuvor eine Behelfsbrücke entstehen. Geprüft werden derzeit zwei Varianten: entweder mit Verkehr in beide Richtungen oder mit einer einspurigen Lösung samt Ampelregelung. Beide Varianten sollen Geh- und Radwege erhalten.
Die Behelfsstrecke soll nach aktueller Planung bis Ende 2030 fertig sein. Erst danach soll die bestehende Stedinger Brücke abgerissen und neu gebaut werden.
