Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Minna-Cauer-Schule in der Eisenacher Straße in Mariendorf fertig. Die landeseigene HOWOGE übergab den Neubau am 1. Juli an den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zum Schuljahr 2026/27 zieht die Schulgemeinschaft der bisherigen Schule am Berlinickeplatz in das Gebäude ein. Insgesamt bietet die neue Integrierte Sekundarschule Platz für 600 Schülerinnen und Schüler.
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Für den Ortsteil Mariendorf schließt der Neubau eine Lücke, bislang gab es hier keine eigene Integrierte Sekundarschule. Gleichzeitig entstehen dringend benötigte zusätzliche Schulplätze in Berlin – ein zentrales Ziel der Berliner Schulbauoffensive.
Die neue Integrierte Sekundarschule bietet Platz für 600 Schülerinnen und Schüler.
© Harry Schnitger/HOWOGE
Der viergeschossige Neubau folgt dem Konzept der sogenannten Lern- und Teamhäuser. Statt klassischer Flure und abgeschlossener Klassenräume sind die sechs Jahrgänge in sogenannten Compartments organisiert – Lernbereiche, die Unterricht, Gruppenarbeit und Aufenthaltsflächen miteinander verbinden sollen. Im Erdgeschoss befinden sich Mensa, Fachräume und Mehrzweckbereiche, in den oberen Etagen unter anderem die naturwissenschaftlichen Räume und die Verwaltung.
Der Neubau verfügt auch über eine doppelstöckige Dreifelderhalle und ein Beachvolleyballfeld.
© Harry Schnitger/HOWOGE
Es soll künftig eine enge Vernetzung mit der benachbarten Schätzelberg-Grundschule geben. Beide Einrichtungen teilen sich die Doppelsporthalle sowie weitere Gemeinschaftsflächen. Außerhalb der Unterrichtszeiten sollen außerdem Vereine und die Volkshochschule Teile des Gebäudes nutzen können. Dazu zählt auch ein Beachvolleyballfeld.
Der Energiebedarf der Schule soll weitgehend klimafreundlich gedeckt werden.
© Harry Schnitger/HOWOGE
Auch die Schülerinnen und Schüler waren schon vor dem Einzug Teil des Projekts. Während der Bauphase besuchten sie regelmäßig die Baustelle und begleiteten die Entstehung ihres neuen Schulgebäudes. Gemeinsam mit der Berliner Künstlerin Birte Endrejat entwickelten sie außerdem ein Kunstwerk für das Foyer. Das rund 14 Meter breite mechanische Fallblatt-Display trägt den Titel „Random Conversations“ und zeigt mehrmals täglich wechselnde Fragen rund um Schule und Zusammenleben – formuliert von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und ehemaligen Mitgliedern der Schulgemeinschaft.
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Auch technisch setzt der Neubau auf Nachhaltigkeit. Rund 70 Erdwärmesonden versorgen eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Energie, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Damit soll der Energiebedarf der Schule weitgehend klimafreundlich gedeckt werden.