Geschichte erfahrbar machen und für nachfolgende Generationen erhalten – das war und ist auch nach 20 Jahren noch das Ziel des Trägervereins Niederbergisches Museum. Im Jahr 2006 gründete sich der Verein, damit das Heimatmuseum an der Bergstraße nicht dem Sparzwang der klammen Kommune zum Opfer fiel. Mit viel Herzblut und Engagement tragen seitdem die Aktiven des Trägervereins den Museumsbetrieb aufrecht und entwickeln das Konzept mit neuen Ideen weiter, um das Museum interessant zu halten.

Walking Act ein Teil des Jubiläumsjahres

Im Jubiläumsjahr gibt es verschiedene Veranstaltungen, um die 20 Jahre zu feiern. Eine davon findet am kommenden Samstag, 11. Juli, statt. Denn der Trägerverein beteiligt sich an der Reihe „Walking Acts“ des Stadtkulturbundes Wülfrath. Jeden Samstag sorgt ein anderer Act für Abwechslung in der Innenstadt. Dieses Mal also das Team vom Niederbergischen Museum, das sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen hat. Ein Stück Wülfrather Stadtgeschichte wird dafür sogar wieder lebendig.

Anekdoten aus Wülfrath werden gesucht

Los geht es um 10.30 Uhr. Treffpunkt ist die Bronzeskulptur „Stin Mattes“ in der Fußgängerzone an der Wilhelmstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Spielschafen. Die bekannten Stadtführer des Museums, Christa Hoffmann, Manfred Weidenbruch und Hans-Peter Knof, laden alle Interessierten, insbesondere die langjährigen Wülfrather, dazu ein, ihre persönlichen Geschichten und Anekdoten rund um Wülfrath zu erzählen. Es geht um Erinnerungen, die nicht verloren gehen sollen. Und wer weiß: Vielleicht finden sie künftig in einer der Stadtführungen ihren Platz und verleihen diesen so einen ganz besonderen Charme.

Nach dem kleinen Rundgang mit Anekdoten bieten in direkter Nachbarschaft zu Stin Mattes Vereinsmitglieder des Museums Waffeln und Getränke an. Auch hier gibt es einen besonderen Moment: Die Mitglieder hüllen sich in historische Kostüme. Damit haben sie bereits bei den historischen Stadtführungen für Aufsehen und Begeisterung gesorgt, etwa wenn die Waschweiber durch die Altstadt laufen. Die Besucher dürfen gespannt sein, was sich das Team dieses Mal ausgedacht hat.

Wolf und Hirte kommen fürs Fotoshooting vorbei

Und es gibt noch ein weiteres Highlight: Wohl jeder Wülfrather kennt die Skulptur „Wolf und Hirte“ vor der Kreissparkasse am Diek, die auf die Gründung Wülfraths hinweist und sich so auch im Stadtwappen wiederfindet. Für den Walking Act lässt das Museumsteam Wolf und Hirte lebendig werden. Sie gesellen sich an dem Tag zu den Schafen und stehen für ein Erinnerungsfoto bereit: „Hier heißt es dann: ,Bitte recht freundlich’“, so das Team. So wird die Stadtgeschichte quasi zum Anfassen lebendig.